|
|
 Shoppen und gleichzeitig die Welt damit verbessern, das gibt verantwortungsbewussten Kunden ein gutes Gefühl. Großhandelsketten und Lebensmittelhersteller haben das längst erkannt. Produkte mit Sozialsiegel wie Fairtrade haben in Österreich Konjunktur und wachsen jedes Jahr um 10 Prozent. Ein Teil des Kaufpreises wird an bedürftige Produzenten in den Herkunftsländern als Prämie bezahlt.
Wie viel des Aufschlags für fair gehandelten Kaffee, Bananen oder Blumen tatsächlich vor Ort ankommt, weiß der Käufer in der Regel nicht. Das ORF-Weltjournal hat sich deshalb auf die Suche gemacht nach Kleinbauern und Arbeitern auf Großplantagen, die profitieren sollen vom fairen Geschäft. Dabei wird klar: die hohen Erwartungen der Kunden sind schwer einzuhalten. "Das Problem sind verlässliche Kontrollen vor Ort", sagt Adrian Wiedmer vom Schweizer Fairhandelsimporteur Gebana, für den die persönliche Beziehung zum Hersteller das Wichtigste ist. Denn "Betrug ist leicht möglich im fairen Handelssystem." Der faire Handel ist bisweilen eine spürbare Hilfe für kleine Bauern. In vielen Fällen merken sie aber auch nichts davon. Für die Händler hingegen ist Fairtrade stets ein profitables Geschäft. Eine Reportage von Patrick A. Hafner. |