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Anlehnend an eine wahre Geschichte aus der Zeit des Kalten Krieges inszenierte Miguel Alexandre ("Störtebecker") das Schicksal einer mutigen Frau, die zur Symbolfigur für das unmenschlichte System in der DDR wurde. Drehbuchautorin Annette Hess entwickelte die Geschichte basierend auf den Roman "Gebt mir meine Kinder zurück! – Der Fall Jutta Gallus" von Ines Veith.
DARSTELLER
Veronica Ferres (Sara Bender)
Peter Kremer (Peter Koch) Filip Peeters (Richard Panter) Maria Ehrich (Silvia Bender) Elisa Schlott (Sabine Bender) Karl Kranzkowski (Horst Seelig) Julia Jäger (Regina Pries) REGIE
Miguel Alexandre
Starke Rolle für Veronica Ferres
Es ist nicht das erste Mal, dass Veronica Ferres (44) auf den Spuren eines authentischen Frauenschicksals wandelt: In dem Zweiteiler "Kein Himmel über Afrika" spielte sie eine Deutsche, die in Tansania wegen Mordes an ihrem Mann angeklagt wird. Zu ihrer Rolle in "Die Frau am Checkpoint Charlie" meint sie: "Auf der einen Seite ist es für mich eine ganz große Ehre, weil es, wie in einem historischen Film, eine echte Vorlage gibt. Dass es ein zeitgenössischer Film ist, ist natürlich auch eine Last. Die richtige Jutta Gallus gibt es und sie wird sich diesen Film irgendwann einmal anschauen. Und dann wird sie sagen: 'Mädchen, das hast du gut gemacht, oder eben nicht.' Aber ich stelle mich dieser Herausforderung sehr gern."
(Quelle: aus einem Interview mit mdr.de)
Die wahre Geschichte hinter dem Film
"Die Frau vom Checkpoint Charlie" ist ein Stück bewegende deutsch-deutsche Zeitgeschichte. Hintergrund des Films ist das Schicksal der Dresdnerin Jutta Gallus (Bild). Ihren Fall hat Autorin Ines Veith in ihrem authentischen Roman: "Gebt mir meine Kinder zurück" (2006) erzählt.
Das Geschehen um Jutta Gallus sorgte in den 80er Jahren für internationales Aufsehen in den Medien - als „Frau am Checkpoint Charlie“ wurde sie zum Symbol für das Unrecht in der DDR. Jutta Gallus bekam nach einem missglücktem Fluchtversuch mit voller Macht die Härte des Regimes zu spüren, welches schließlich fast ihre Familie zerstörte. Sie wurde wegen Republikflucht verurteilt, während ihrer Haft wurde ihr das Sorgerecht für ihre beiden Töchter entzogen. Als sie nach drei Jahren Haft in der berüchtigten Frauenvollzugsanstalt Hoheneck von der Bundesrepublik freigekauft und abgeschoben wurde, durften ihre zwei Töchter nicht mit ausreisen. Es begann ein jahrelanger Kampf um ihre Kinder. Mit zahlreichen Protestaktionen machte Jutta Gallus auf ihr Schicksal aufmerksam und forderte die Freilassung ihrer Töchter. So demonstrierte sie monatelang am Berliner Grenzpunkt „Checkpoint Charlie“, kettete sich während der KSZE Konferenz in Helsinki vor dem Konferenzgebäude an und störte die Kanzlerrede zur Gedenkfeier des Berliner Mauerbaus. Dem hartnäckigen Einsatz dieser mutigen Frau und weltweiten Medienprotesten musste sich schließlich auch die DDR Regierung beugen. 1988 war Jutta Gallus am Ziel, nach vier langen Jahren konnte sie endlich ihre Töchter wieder in die Arme schließen.
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