22:50

Abenteuer

VPS 22:50

USA 1984

Stereo

16:9 LB

Länge: 1h 55min

UT

Indiana Jones und der Tempel des Todes

("Indiana Jones and the Temple of Doom")

Teil Zwei der Abenteuer-Reihe

Indys zweites Abenteuer führt ihn in Begleitung einer hübschen Bardame nach Indien zu einem Höhlenlabyrinth, in dem ein habgieriger Sektenpriester die Kinder eines Bergdorfes in seine Gewalt gebracht hat, um an den heiligen Sankara-Stein zu kommen ...

Im Bild: Kate Capshaw (Willie Scott), Harrison Ford (Indiana Jones), Ke Huy Quan (Short Round)(c)ORF/Sevenone

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Inhalt

Indiana Jones, die Nachtclubsängerin Willie und der Chinese Short Round werden in einem indischen Bergdorf um Hilfe gebeten. Unter dem Bann eines satanischen Sektenpriesters hat der Maharadscha alle Kinder gekidnappt und einen von fünf Heiligen Steinen entwendet. Die Spur führt Indiana Jones zum Tempel des Todes, in dem Menschenopfer dargebracht werden.

DARSTELLER

Harrison Ford (Indiana Jones)
Kate Capshaw (Willie Scott)
Ke Huy Quan (Short Round)
Dan Aykroyd (Weber)
Amrish Puri (Mola Ram)
REGIE
Steven Spielberg
DREHBUCH
Willard Huyck, Gloria Katz
STORY
George Lucas
KAMERA
Douglas Slocombe
MUSIK
John Williams

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"Die Biester sind echt"

Gedreht wurde in Sri Lanka, Spielberg ließ ein ganzes Dorf aufbauen und meinte am Ende der Dreharbeiten: "So viele Menschen mit Tonnen von Ausrüstung in ein Land zu manövrieren, das kaum industrialisiert ist, das war die reinste Generalstabsarbeit. Für mich persönlich waren jedoch am schlimmsten die Insekten. Wir benutzten echte Biester." Kate Capshaw, der mit "Indiana Jones" der große Durchbruch gelang, erging es ähnlich: "Ich hasse alles krabbelnde Viehzeug. Eine Woche lang drehten wir die Szene mit Hunderten von Rieseninsekten." Nicht nur Insekten, sondern auch Hunde spielten eine große Rolle im Film: Indiana hat den Namen von George Lucas' Hund. Willie heißt der Hund von Spielberg, und Short Round der des Autorenpaars Willard Huyck und Gloria Katz.

Im Bild: Harrison Ford (Indiana Jones), Amrish Puri (Hohepriester Mola Ram)(c)ORF/Sevenone

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Kate Capshaw

An der Seite von Harrison Ford spielte die damals 32-jährige Newcomerin Kate Capshaw die attraktive Bardame und stach beim Casting über 120 Mitbewerberinnen (darunter Basic-Instinct-Ikone Sharon Stone) aus. Bei Regisseur Spielberg dürften wohl auch private Sympathien bei der Auswahl mitgespielt haben. Der seit seiner Scheidung von Amy Irving arg Gebeutelte fand in Capshaw die Frau fürs Leben: Die ehemalige Lehrerin für Kinder mit Lernschwierigkeiten und der erfolgreichste Regisseur aller Zeiten begannen eine heiße Affäre während der Dreharbeiten und vollzogen schließlich offiziell den Bund der Ehe im Jahre 1991 - Miss Capshaw musste vorher allerdings noch zum jüdischen Glauben ihres Gatten überwechseln. 26 Jahre und sieben (teils adoptierte) Kinder später erfreuen sich die Spielbergs immer noch eines (zumindest nach außen hin) harmonischen Familienlebens.

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HARRISON FORD

Der am 13. Juli 1942 in Chicago geborene Sohn eines irischen Vaters und einer russisch-orthodoxen Mutter fiel als Kind weder durch schulische noch sportliche Leistungen besonders auf. Nach einigen Auftritten in Theatergruppen gelang Ford noch während seines Studiums der Sprung nach Hollywood. Nach seinem ersten nennenswerten Erfolg in "American Graffiti" (1973) schmiss der Jungschauspieler das Handtuch, um stattdessen als Zimmermann zu arbeiten. Als Ford 1976 an der Holzvertäfelung eines Studios arbeitete, wurde er von "American Graffiti"-Regisseur George Lucas gebeten, bei den Besetzungsgesprächen seines neuen Films einzuspringen, woraus einer der größten Erfolge seiner Karriere erwuchs. Die Rolle des Weltraumpiraten Han Solo in Lucas' "Star Wars"-Trilogie bescherte ihm ebenso Weltruhm wie die Abenteuer um den Archäologen Indiana Jones.

Der erfolgreichste Schauspieler des Jahrhunderts

Auch wenn er in "Der einzige Zeuge" ("Oscar"- und "Golden-Globe"-Nominierung) noch einmal zum Hobel griff, war sein Auskommen doch fortan gesichert. Mit "Blade Runner" gelangte Ford zu Kultstatus, und mit Filmen wie "Stunde der Patrioten", "Das Kartell" oder "Auf der Flucht" avancierte er zum weltweit erfolgreichen Action-Film-Darsteller, der mit "Mosquito Coast" und "Auf der Flucht" zwei weitere "Golden-Globe"-Nominierungen für sich verbuchen konnte. Fords minimalistische Spielweise mit dem charakteristischen Grinsen überzeugt in allen Genres, hat ihm von der Kritik jedoch schon häufig den Vorwurf eingebracht, nur über einen Gesichtsausdruck für alle Gefühlslagen zu verfügen. Harrison spielte in sieben der 30 erfolgreichsten Filmen aller Zeiten mit und wurde im Jahre 1996 zum erfolgreichsten Schauspieler des Jahrhunderts gewählt.

Seit seiner Scheidung von seiner zweiten Ehefrau, der Drehbuchautorin Melissa Mathison ("E.T.") lebt der guterhaltene 74-jährige begeisterte Hobbypilot eine skandalfreie Beziehung mit dem um 22 Jahre jüngeren Ally-McBeal-Star Calista Flockhart und deren Adoptivsohn. Seit 15. Juni 2010 sind die beiden auch ehelich miteinander verbunden.