Land der Berge

Bergsommer

Die Sommer in den Bergen haben sich dramatisch verändert. Für die harte Arbeit am Berg begeistern sich nur noch wenige. Zwei von ihnen hat Regisseur Lutz Maurer besucht: Bodo Hell und Toni Burger.

Land der Berge: Bergsommer

Dokumentation, 2012

Mittwoch, 4.7.2018, 21.05 Uhr
Wh. Do 00.55 Uhr, Fr 02.40 Uhr,
Sa 09.35 Uhr

Sennerinnen und Senner, Kühe und Schafe soweit das Auge reicht - klingt nach Sommer in den Bergen. Dieses Bild hat sich in den letzten 150 Jahren allerdings dramatisch verändert. Schuld daran sind der zunehmende Fremdenverkehr sowie das Bergbauernsterben der letzten Jahrzehnte. Die ohnehin wenigen Arbeitskräfte wurden im Tal benötigt - die Almen verödeten. Die Natur begann jahrhundertealtes alpines Kulturland zurückzuerobern.

Nur mehr wenige Menschen sind für die harte Arbeit am Berg zu begeistern. Zudem sind es weniger die alten Bäuerinnen, viel mehr Menschen aus der Stadt, die für Leben in den Bergen sorgen. Zwei davon hat Regisseur Lutz Maurer gemeinsam mit der Kulturjournalistin Brita Steinwendtner besucht: Bodo Hell und Toni Burger. Welche Abenteuer sie am Salzburger Dachstein und im Toten Gebirge oberhalb des Grundlsees erlebt haben, ist in dieser faszinierenden „Land der Berge“-Dokumentation zu sehen.

Land der Berge 
Bergsommer

ORF/Herbert Pirker

Die Weißenbach-Alm bei Bad Aussee

Land der Berge 
Bergsommer

ORF/Herbert Pirker

Die Henar-Alm im Toten Gebirge

Bodo Hell
Der Schriftsteller hütet seit mehr als drei Jahrzehnten Rinder, Schafe, Pferde und Ziegen auf der Grafenberg-Alm am Dachstein. Der gebürtige Wiener hat am Salzburger Mozarteum Orgel und in Wien Philosophie, Germanistik und Geschichte studiert. Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen gewann er im Jahr 1972 den ersten Rauriser Literaturpreis.

Toni Burger
Der Niederösterreicher hat an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst studiert und sollte eigentlich Philharmoniker werden. Der Beruf des freien Musikers war für ihn allerdings verlockender. Seit über zwei Jahrzehnten betreut er sein Vieh auf der Henar-Alm im Toten Gebirge oberhalb des Grundlsees.

Über die Zukunft der Alpen machen sich beide Gedanken: „Was werden die Täler in Krisenzeiten machen, wenn es keine Bergbauern mehr gibt, die die Nahversorgung übernehmen? Werden sich unsere Berge künftig zu alpinen Disneyländern verwandeln?“

Land der Berge 
Bergsommer

ORF/Herbert Pirker

Die Henar-Alm im Toten Gebirge

Dokumentation, 2012


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Fürst der Berge: Der Schafberg im Salzkammergut

    Entstanden ist das Portrait einer Landschaft, das keinem der üblichen Wolfgangsee-Filme entspricht: Der Film zeichnet das Bild einer Seen-und Berglandschaft, die vielen zur geliebten Seelenlandschaft geworden ist, erzählt von ihrer Geschichte mit Details, die kaum jemand kennt.

  • Nockberge - Land zwischen Himmel und Erde

    Die Nockberge stellen im Alpenraum aufgrund ihrer sanften Formensprache und ihrer geologischen Vielfalt eine Seltenheit dar. Wilde Natur und uralte Bergbauernkultur prägen den Charakter des Nationalparks, der mitten in Österreich eine geradezu exotische Landschaft bildet.

  • Im Paradies der Alpenseen

    „Land der Berge“ erkundet diesmal die Bergseen Tirols in der ORF-III-Neuproduktion „Im Paradies der Alpenseen“ von Regisseur Hans Jöchler und zeigt in eindrucksvollen Bildern und sensationellen Unterwasseraufnahmen das Leben rund um die Alpenseen Tirols.

  • Zugspitze - Berg der Kontraste

    Die Zugspitze. Der dominante Gipfel des Wettersteingebirges, fast ein Dreitausender, landschaftliches Juwel und ein vom Massentourismus heimgesuchter Hotspot. Und mächtiger Grenzstein zwischen Bayern und Tirol.