Im Brennpunkt

USA: Die Geister der Vergangenheit

Vor 50 Jahren wurde der US-amerikanische Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. ermordet, der Gleichberechtigung und eine Gesellschaft ohne Diskriminierung forderte. Seit dem Wahlsieg von Donald Trump wirken die Vereinigten Staaten gespaltener denn je. Der Film beleuchtet eine dunkle Vergangenheit, die sich nun wiederholen könnte.

Im Brennpunkt: USA: Die Geister der Vergangenheit

Dokumentation, 2017

Donnerstag, 19.04.2017, 21.55 Uhr
Wh. So 05.35 Uhr

1968 wurde der US-amerikanische Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. (1929-1968) ermordet. Er träumte von Gleichberechtigung und einer Gesellschaft ohne Diskriminierung. Konflikte bestehen jedoch bis heute. Seit dem Wahlsieg von Donald Trump wirken die Vereinigten Staaten gespaltener denn je.

Nicht zuletzt zeigten das die Vorfälle im vergangenen Sommer in der Universitätsstadt Charlottesville in Virginia. Die Demonstrationen Rechtsextremer und die antifaschistischen Gegendemonstrationen hatten den Tod einer jungen Linksaktivistin zur Folge. Die Rechtsextremen protestierten gegen die Entscheidung der demokratischen Stadtverwaltung, Statuen zu Ehren der Konföderierten des Sezessionskriegs zu versetzen. Erneut heißt es Weiß gegen Schwarz, Rassisten gegen Bürgerrechtsbewegungen.

Besteht ein Zusammenhang zwischen den Gewaltausbrüchen und Provokationen auf der einen und einem Donald Trump im Weißen Haus auf der anderen Seite? Wachen nun die Gespenster des Bürgerkriegs, der 1865 in Virginia zu Ende ging, wieder auf? Die Dokumentation beleuchtet eine Vergangenheit, die sich nun unter Donald Trump wiederholen könnte.

Im Brennpunkt
USA: Die Geister der Verganenheit

ORF/ARTE

Proteste gegen den Abbau von Statuen zu Ehren der Konföderierten des Sezessionskriegs.

Ein Film von Vladimir Vasak und Adrien Châble
Dokumentation, 2017


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