Kunst und Kultur am Dienstag

erLesen - Büchermagazin

„Alles Walzer“ heißt es diesmal bei erLesen! Der Opernball steht vor der Türe und aus diesem Anlass begrüßt Heinz Sichrovsky diesmal Chefdramaturg Christoph Wagner-Trenkwitz, Autor Josef Haslinger, Kammersängerin Renate Holm und Schriftstellerin Irene Diwiak.

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ORF/ORF III/Peter Meierhofer

Im Bild: Irene Diwiak, Christoph Wagner-Trenkwitz, Heinz Sichrovsky, Josef Haslinger, Renate Holm

Dienstag 30.01.2018, 20.15 Uhr

Wh. Mi 03.45 Uhr, Do 03.00 Uhr,
Fr 05.25 Uhr, So 05.15 Uhr

Christoph Wagner-Trenkwitz ist ein einschlägiger Experte des Opernballs und wird am 8. Februar zum mittlerweile 13. Mal gemeinsam mit Karl Hohenlohe das Ereignis live kommentieren. Er ist aber auch Chefdramaturg der Wiener Volksoper und Musikwissenschaftler, wie sein neues Buch zeigt. In „Das Orchester, das niemals schläft“ widmet sich Wagner-Trenkwitz den Wiener Philharmonikern. Bei Heinz Sichrovsky plaudert er über die besten Anekdoten, spricht über wahre Stars, wie er sich auf den Opernball vorbereitet und was ihn an der Veranstaltung dermaßen fasziniert.

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Im Bild: Christoph Wagner-Trenkwitz

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Im Bild: Christoph Wagner-Trenkwitz

Josef Haslinger hat mit dem Roman „Opernball“ Literaturgeschichte geschrieben. Im 1995 veröffentlichten Werk beschreibt er einen Giftgasanschlag einer rechtsradikalen Terrorgruppe. Beides, Terror und rechtsradikale Tendenzen, haben in den letzten Jahren Fahrt aufgenommen. Was Josef Haslinger davon hält, erzählt er ebenso wie von seiner neuen Anthologie, die Texte geflüchteter Autoren versammelt. Und er verrät, warum er mit Opernaufführungen wenig anfangen kann, auch wenn ihn manche Stücke zu Tränen rühren.

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Im Bild: Josef Haslinger

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Im Bild: Josef Haslinger

Renate Holm kommt aus einer Zeit, in der Oper und Operette nicht weniger im Zentrum der Aufmerksamkeit gestanden sind als der Film. Sie hat alle drei Bereiche dominiert, wie aus ihrer Biografie „Wer seiner Seele Flügel gibt...“ hervorgeht. Die Kammersängerin spannt den Bogen von Hans Moser zu Karajan. Was das Geheimnis ihres Erfolgs war, warum heute alle Opernsängerinnen gleich klingen und was sie als Gesangslehrerin ihren Schülerinnen mit auf den Weg geben will, erzählt sie der Runde.

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Im Bild: Renate Holm, Heinz Sichrovsky

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Im Bild: Renate Holm

Ein fantastisches Personenarsenal hat Irene Diwiak für ihren Debütroman „Liebwies“ erdacht. Im Mittelpunkt steht eine unbegabte Opernsängerin, die von einem mächtigen Verehrer zur Hochprominenz protegiert wird. 2017 war Diwiak Gewinnerin des erLesen-Nachwuchsautorenprojekts „Writer in Residence“, wo sie an ihrem neuen Buch, einem Krimi, geschrieben hat. Die Autorin erzählt, was wir uns von „Esposito“ erwarten dürfen, warum sie sich als unmusikalischen Menschen bezeichnet und warum sie dennoch die Musik in den Mittelpunkt ihres Romans gestellt hat.

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Im Bild: Irene Diwiak

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Im Bild: Irene Diwiak


Bücher der Gäste:

  • „Das Orchester, das niemals schläft“ von Christoph Wagner-Trenkwitz
  • „Zuflucht in Deutschland“ von Josef Haslinger
  • „Wer seiner Seele Flügel gibt...“ von Renate Holm
    „Liebwies“ von Irene Diwiak

Neuerscheinungen:

  • „Olga“ von Bernhard Schlink
  • „Die Ermordung des Commendatore“ von Haruki Murakami
  • „Unter der Drachenwand“ von Arno Geiger
  • „Gelebt, erlebt, überlebt“ von Gertrude Pressburger und Marlene Groihofer

Tischbeinbuch:

  • „Verheimlich – vertuscht – vergessen: Was 2017 nicht in der Zeitung stand“ von Gerhard Wisnewski

Literaturtipp abseits des Neuerscheinungsgetöses:

  • Ludwig Thoma, „Der Münchner im Himmel“

Quizfrage:

Zu Thoma auch unsere Quizfrage: Ein bedeutender deutscher Satiriker, der ihn zunächst durchaus geschätzt hatte, schrieb ihm zuletzt eine vernichtende Rezension, nannte ihn einen biertrinkenden, empfindungslosen Spießer. Wie heißt dieser bedeutende Intellektuelle, der 1935 im Exil in Göteborg Selbstmord begangen hat?


Moderator: Heinz Sichrovsky
Kontakt erLesen-Redaktion: erlesen@orf.at


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