Ein Jahr Donald Trump

Programmschwerpunkt am 18. Jänner.

Die Überraschung war groß, als sich Donald Trump am 8. November 2016 bei der Präsidentschaftswahl der Vereinigten Staaten als Sieger herausstellte und die lange als Favoritin gehandelte Hillary Clinton auf Platz zwei verwies. Am 20. Jänner 2017 wurde Trump schließlich offiziell angelobt und zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten ernannt. „Make America Great Again“ war dabei sein mitunter stärkster Slogan, den er schnellstmöglich realisieren wollte. Wie ist es nun nach einem Jahr im Amt? Wurde Amerika wieder „groß“? Hat es an Stärke dazugewonnen und wie schlägt sich Trump, der zuvor noch nie ein politisches Amt bekleidete, als Präsident? Dazu präsentiert ORF III am Donnerstag, dem 18. Jänner, einen Programmschwerpunkt, u. a. mit der ORF-III-Neuproduktion „Hugo Portisch – Die Welt und wir: USA“ im Rahmen eines „zeit.geschichte spezials“ um 20.15 Uhr und einem „Inside Washington“ mit Ingrid Thurnher aus dem Machtzentrum Amerikas.

Ein Jahr trump

ORF III

Hugo Portisch

Der Programmschwerpunkt im Überblick:

Donnerstag, 18. Jänner, 20.15 Uhr

zeit.geschichte spezial: Hugo Portisch – Die Welt und wir: USA

Wie kein zweiter österreichischer Journalist hat Hugo Portisch über viele Jahrzehnte hindurch das weltpolitische Geschehen hautnah mitverfolgt und selbst miterlebt. In der neuen ORF-III-Dokumentationsreihe „Die Welt und wir“ widmet sich Portisch den politischen Großmächten der Weltpolitik und erzählt deren politische Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte. Zum Auftakt steht die Supermacht USA im Fokus, unter der mit dem Präsidenten Donald Trump eine Zeitenwende eingeleitet wurde.

Noch kein anderes amerikanisches Staatsoberhaupt hat sein Amt so angetreten wie er. Mit einem Rundumschlag beschuldigte er die vor ihm regierenden – und bei der Inaugurationsrede anwesenden US-Präsidenten –, nur ihre eigenen Interessen vertreten zu haben. Weiters startete er einen Angriff auf die Verbündeten der USA, die sich, so Trump, am Wohlstand der USA bereichert hätten. Damit leitete er eine entscheidende Wende ein – den Abschied der USA als Führungsmacht der westlichen Demokratien. Einen Anspruch, den die USA über viele Jahrzehnte aufrechterhielten und der das Verhältnis zu Westeuropa und auch Österreich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs geprägt hatte.
Hugo Portisch beschreibt diese Zeitenwende und blickt zurück auf die Entwicklung der US-amerikanischen Politik seit dem Ende des Zweiten Weltkrieg. Eine Politik, die immer sehr eng verknüpft war mit dem Schicksal Europas. Die USA kamen als Befreier nach Europa und hatten entscheidenden Anteil am Wiederaufbau durch den erfolgreichen Marshall-Plan. In der Zeit des Kalten Kriegs mit der Sowjetunion verstand sich die USA als Schutzmacht der westlich orientierten Staaten Europas. Erst Trump nimmt von diesem Selbstverständnis der Vereinigten Staaten von Amerika Abstand.

Ein Jahr trump

ORF III

Amerikanische Flagger

21.10 Uhr

Inside Washington

Vor einem Jahr ist Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika angelobt worden. Für viele kam sein Wahlsieg sehr überraschend. Es folgte ein Jahr voller Skandale und Chaos im Weißen Haus. Trump hat sich viel vorgenommen – und konnte bisher als Präsident nur wenig umsetzen. Wirtschaftlich steht das Land aktuell aber gut da. ORF-III-Chefredakteurin Ingrid Thurnher zieht u. a. mit Hannelore Veit (Leiterin ORF-Büro Washington) und Wolfgang Waldner (Österreichischer Botschafter Washington) Bilanz über das erste Präsidentschaftsjahr.

22.00 Uhr

Im Brennpunkt: Gefährliche Verbindungen: Trump und seine Geschäftspartner

Schon seit Monaten untersuchen Ausschüsse des US-Kongresses die Frage, ob Russland Einfluss auf den Ausgang der US-Wahlen genommen hat und ob es Verbindungen zu Donald Trump und seinem Wahlkampfteam gab. Johannes Hano und Alexander Sarovic gehen in der Dokumentation „Gefährliche Verbindungen: Trump und seine Geschäftspartner“ nun auf Spurensuche. Dabei stoßen sie auch auf Verbindungen zwischen den großen amerikanischen und russischen Mafiasyndikaten und dem Trump Tower. „Es ist eine lange Liste hochrangiger Figuren des organisierten Verbrechens, die im Trump Tower residierten. Nicht nur amerikanische Verbrecher, sondern auch Gangster aus Russland, Kasachstan und der Ukraine. Sie nutzten den Trump Tower als Zentrum für kriminelle Machenschaften“, erklärt Scott Horton, ein weltweit gefragter Antikorruptionsexperte. Aber auch weitere Geschäftsbeziehungen kommen nach und nach ans Tageslicht. Gerät der mächtigste Mann der Welt langsam unter Druck?