Themenmontag

Hygienewahn

Reinigungs- und Desinfektionsmittel versprechen sichere Sauberkeit im Haushalt. Für die Industrie ist die Angst vor Keimen ein Milliardengeschäft. Wissenschafter erklären, welche Reiniger wirklich nützen.

Hygienewahn

Dokumentation, 2017

Trailer

Montag, 4.12.2017, 21.05 Uhr
Wh. Di 00.30, 04.00 und 13.15 Uhr

Schmutz lauert überall. In deutschen Haushalten tobt jeden Tag die Schlacht gegen Bakterien und Keime. 1,3 Millionen Tonnen Wasch- und Reinigungsmittel kauf die Deutschen jedes jahr - für jede Fläche ein anderes, mit Duftnoten von Zitrone über Moschus bis Almwiese. Ein Vier-Personen-Haushalt braucht im Jahre 64 Kilogramm Reinigungsmittel.

Der Film gibt Einblicke in die Welt des deutschen Hygienewahns und der um sich greifenden Angst vor Keimen. Wissenschafter erklären, was antibakterielle Reiniger im Privathaushalt tatsächlich bringen und welche Risiken mit ihnen verbunden sind.

Etwa jede/r Dritte erkrankt inzwischen an Allergien, manche Mediziner vermuten, dass daran auch übertriebene Reinlichkeit beteiligt ist. Außerdem sind viele Reinigungsmittel wegen ihrer Inhaltstoffe umstritten, manche können Allergien auslösen, andere Chemikalien reichern sich über das Abwasser in der Umwelt an und finden sich am Ende in der Nahrung wieder.

Hygienewahn

ORF/NDR

Welche Reiniger nützen wirklich im Haushalt?

Regie: Hauke Wendler, Carsten Rau
Dokumentation, 2017


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Mefistofele

    ORF III zeigt Arrigo Boitos Oper anlässlich des 150. Jubiläums ihrer Uraufführung in Mailand. Teuflisch gut: Erwin Schrott in der Rolle des Mefistofele in der Inszenierung der Festspiele Baden Baden aus dem Jahr 2016.

  • Mythos Aspirin

    Aspirin gilt als erfolgreichstes Medikament weltweit. Rezeptfrei erhältlich setzt der Bayer-Konzern damit jährlich 776 Mio. Euro um. Doch die Nebenwirkungen können sehr heftig ausfallen - mehr als 1.000 Todesfälle gibt es laut Experten pro Jahr. Manche Ärzte fordern ein Verbot des Medikaments.

  • Sucht auf Rezept

    Immer mehr Menschen nehmen Tabletten, um besser schlafen zu können oder leistungsfähiger zu sein. Manche Ärzte werben regelrecht für die Einnahme dieser Medikamente. Dass sie süchtig machen können, bestreiten sie.

  • Götter in Weiß - Die Ärzte und die Vertrauenskrise

    Unter Titeln wie „Beraterhonorare, Autorentätigkeit oder geförderte Fortbildung“ bezahlt die Pharmaindustrie Ärzte, um Medikamente in großen Mengen gewinnbringend an den Mann und die Frau zu bringen. Im Vordergrund steht dabei nicht die Gesundheit der Menschen.