Erbe Österreich

Reise durch die Geschichte Niederösterreichs

Am 10. September öffnete das Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich seine Pforten. Die Ausstellung spannt den Bogen von den Babenbergern und dem in der Wachau gefangen gehaltenen Richard Löwenherz, der Rolle der heimischen Klöster bei der Landnahme bis zu den beiden Weltkriegen und dem Fall des Eisernen Vorhangs.

Dienstag, 19.9.2017, 20.15 Uhr
Wh. 23.45 Uhr, Mi 12.05 und
23.45 Uhr, Sa 15.10 Uhr,
Mo 01.55 Uhr

Das weite Themenspektrum des Museums ist Anreiz für eine filmische Zeitreise durch die niederösterreichische und gesamtösterreichische Vergangenheit. Sie beginnt mit einem Urbar, das Niederösterreich als die Wiege Österreichs zeigt und endet in der Gegenwart, bei der spannenden Frage: Was macht Niederösterreich heute aus?

Das Haus der Geschichte und Ausstellungsstücke

Die Rahmenhandlung der 45-minütigen Dokumentation stellt die Er- bzw. Einrichtung des „Hauses der Geschichte“ im Museum Niederösterreich dar. Ausgewählte Ausstellungsstücke, die für die jeweiligen Meilensteine in der historischen Entwicklung des Bundeslandes stehen, öffnen nach und nach das Fenster zur Geschichte.

Das Urbar dokumentiert die Urbarmachung des Landes, die christliche Prägung und die Herrschaftsdynastien der Babenberger und Habsburger. Die Rhein-Weingläser erzählen von der Errichtung der Südbahn-Strecke, von Südbahnhotel und der Villa Wartholz, aus der die Gläser stammen. Ein Sudetendeutscher Kinderwagen berichtet vom Brünner Todesmarsch und erzählt von der Feindschaft zwischen Tschechen und Deutschen.

Interviews mit Historikern und Zeitzeugen

Wissenschafter und Zeitzeugen warten mit Hintergrundinformationen auf und vermitteln einen lebendigen Eindruck der historischen Ereignisse.

Als „roter Faden“ dient die Reise des ehemaligen Dienstwagens von Leopold Figl, der für jede Passage vom Haus der Geschichte zu dem Ursprungsort des jeweiligen Ausstellungsobjektes reist. Dieses Leitmotiv verbindet die einzelnen Epochen inhaltlich wie auch optisch miteinander und setzt diese außerdem in einen geographischen Kontext.

Interviewpartner:

  • Prof. Stefan Karner – Historiker und Gründer bzw. Leiter des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung
  • Prof. Wolfgang Maderthaner – Historiker und Generaldirektor des österreichischen Staatsarchives
  • Dr. Verena Moritz – Historikerin
  • Dr. Hugo Portisch – Journalist
  • Mag. Armin Lausegger – Leiter des Zentrums für Museale Sammlungswissenschaften
  • Frau Zehmann
  • Herr Linsberger
  • Frau Rode
  • Herr Schröttner
  • Pfarrer Julian Sartorius
  • Anneliese Figl

Gerhard Jelinek und Birgit Mosser zeigen die prägenden Momente Österreichs.

Reise durch die Geschichte Niederösterreichs

ORF/Prouktionsraum

Wappen von Niederösterreich

Reise durch die Geschichte Niederösterreichs

ORF/Prouktionsraum

Höhenluftkurort Semmering

Reise durch die Geschichte Niederösterreichs

ORF/Prouktionsraum

Gedenkstein an die Wiedereröffnung der Thayabrücke am 12. April 1990

Reise durch die Geschichte Niederösterreichs

ORF/Prouktionsraum

Thayabrücke zwischen Hardegg und Cizov, die frühere Grenze des Eisernen Vorhangs

Dokumentation, 2017


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Lebensraum Graben und Kohlmarkt

    Die Nobelmeile Graben/Kohlmarkt ist ein Sehnsuchtsort. Die neue Dokumentation von Marie-Thérèse Thiery erzählt seine Geschichte.

  • Lebensraum Hotel Bristol

    An der zentralsten Ecke Wiens in der Ringstraße liegt das Hotel Bristol. Hier flanierte in den 1920er Jahren die Wiener Hautevolee, hier residierte seine Hoheit, der Maharadscha von Alwar in 18 Zimmern, seinem eigenen Koch und 13 Dienern.

  • Lebensraum Wiener Zentralfriedhof

    Die Dokumentation von Marie-Thérèse Thiery und Isabel Gebhart offenbart neben Ehrengräbern und Gruftanlagen so manch extravaganten Bestattungswunsch. Nirgendwo sonst in der Stadt liegen Totenruhe und Lebensraum so nah beieinander.

  • Lebensraum Spanische Hofreitschule

    Isabel Gebhart gibt in ihrer Dokumentation Einblicke in die Institution „Spanische Hofreitschule“, die seit Jahren als Touristenmagnet und Faszinosum gilt.