zeit.geschichte am Samstag

Die Verbrechen der Befreier - Amerikas dunkle Geheimnisse im Zweiten Weltkrieg

Studien des US-Kriegsministeriums, die auf überproportional viele Übergriffe von US-Soldaten hinwiesen, wurden für geheim erklärt. ORF III zeigt den Streit um Disziplin und Militärjustiz mit enthüllenden Dokumenten und bewegenden Aussagen von US-Soldaten und Opfern.

Samstag, 16.9.2017, 22.55 Uhr

US-Soldaten kämpften für Demokratie und die Freiheit anderer Völker. Doch bei ihren Einsätzen begingen sie auch zahlreiche Verbrechen. Die meisten blieben ungesühnt. Der Vormarsch der Alliierten gegen Nazi-Deutschland war nicht nur im Osten von Gräueltaten der Sieger begleitet. So mancher US-Soldat hütet neben glänzenden Orden auch ein finsteres Geheimnis.

Die Verbrechen der Befreier - Amerikas dunkle Geheimnisse im Zweiten Weltkrieg 
 
Originaltitel: War Crimes of the Liberators

ORF/ZDF

GIs erschossen deutsche Gefangene und vergewaltigten tausende Frauen. Schätzungen der deutschen Opferzahlen gehen weit auseinander und sorgen für Streit unter den Experten, auch weil sie ein Tabubruch sind und in der Bundesrepublik jahrzehntelang als potenzielle Belastung für das Verhältnis zu den westlichen Bündnispartnern galten. Allein in Bayern, das im April 1945 von US-Truppen befreit wurde, gehen Historiker von mehreren tausend Sexualdelikten durch amerikanische Soldaten aus. An manchen Landungsstränden in der Normandie überlebte nur jeder zweite deutsche Kriegsgefangene. Oft gerieten die Befreier, schockiert durch deutsche Verbrechen, in eine Spirale der Gewalt. Nur ein Bruchteil der Straftaten wurde von US-Gerichten geahndet. Studien des US-Kriegsministeriums, die auf überproportional viele Übergriffe hinwiesen, wurden kurzerhand für geheim erklärt.

Die Verbrechen der Befreier - Amerikas dunkle Geheimnisse im Zweiten Weltkrieg 
 
Originaltitel: War Crimes of the Liberators

ORF/ZDF

ORF III dokumentiert den Streit um Disziplin und Militärjustiz in der US-Armee mit unveröffentlichten Dokumenten und bewegenden Aussagen von US-Soldaten und Opfern.

Die Verbrechen der Befreier - Amerikas dunkle Geheimnisse im Zweiten Weltkrieg 
 
Originaltitel: War Crimes of the Liberators

ORF/ZDF

Die Verbrechen der Befreier - Amerikas dunkle Geheimnisse im Zweiten Weltkrieg 
 
Originaltitel: War Crimes of the Liberators

ORF/ZDF

Dokumentation, 2015


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Der Zweite Weltkrieg in Farbe

    Im März 1945 überschreiten die Alliierten den Rhein, im April erreicht die Rote Armee Berlin. Deutschland kapituliert. Der Pazifikkrieg wendet sich im Frühjahr 1943: die Vereinten Nationen haben den japanischen Vorstoß gestoppt und greifen nun an zwei Fronten an. Doch erst mit dem Einsatz der Atombombe kann Amerika Japan zur Kapitulation zwingen.

  • Nordkorea

    Der Test einer Wasserstoffbombe durch Pjöngjang versetzt Südkorea und die USA in Alarmbereitschaft. Erstmals scheint die Gefahr, eine mit Atomsprengköpfen ausgestattete Rakete könnte von Nordkorea aus die USA erreichen, real. Diktator Kim Jong Un nannte seine Rakete ein „Geschenk“ für die „amerikanischen Bastarde“ zum Unabhängigkeitstag der USA.

  • Korea - Der vergessene Krieg

    Als der Koreakrieg am 27. Juli 1953 mit der Unterzeichnung eines Waffenstillstandabkommens endet, sind 940.000 Soldaten gefallen. Einen Friedensvertrag zwischen Nord- und Südkorea gibt es bis heute nicht. Der Koreakrieg ist einer der ersten Kulminationspunkte des Kalten Krieges, ein Stellvertreterkrieg zwischen Ost und West.

  • Der Zweite Weltkrieg in Farbe

    Am 2. September wird die 13-teilige zeit.geschichte-Doku-Reihe aus dem Jahr 2009 mit den Folgen „Die sowjetische Dampfwalze“, „Operation Overlord“ und „Vormarsch der Alliierten“ fortgesetzt.