Heimat Österreich

Almleben | Almsommer

Zwei Dokumentationen zeigen die schönen und anspruchsvollen Seiten des traditionellen Almlebens und eine der letzten großen Alm-Mähwiesen Österreichs, die sogenannte Mussen hoch über dem Kärntner Lesachtal.

Heimat Österreich: Almleben

Dokumentation, 2017

Heimat Österreich: Almsommer

Dokumentation, 2006

Trailer

Mittwoch, 13.9.2017, 20.15 Uhr
Wh. Sa 09.00 und 13.15 Uhr

Almleben

Dokumentation, 2017

Die Kärntner Almen sind für Mensch und Tier ein großartiges Sommerrefugium. Hoch über dem Kärntner Lesachtal liegt eine der letzten großen Alm-Mähwiesen Österreichs, die sogenannte „Mussen“.

Die weitläufigen Bergwiesen oberhalb der Waldgrenze werden von den Bauern seit Jahrhunderten gemäht. Diese Form der Bewirtschaftung ist ein wesentlicher Grund, warum sich auf der Mussen eine besondere Artenvielfalt erhalten hat. Daher trägt sie den Beinamen „Blumenberg Kärntens“.

Die Dokumentation zeigt die Schönheit und die Herausforderungen des traditionellen Almlebens.

Almleben

ORF/ORF III

Auf der Mussen

Almleben

ORF/ORF III

Im Mai auf der Mussen

21.05 Uhr
Wh. Sa 03.45 Uhr,
Mi, 25.10., 19.00 Uhr

Almsommer

Dokumentation, 2006

Ein Teller Ribel, ein Vater Unser. Letzte Anweisungen vom Hirten. Danach nimmt jeder Treiber seinen Stecken. Ab jetzt gilt es nur noch das Vieh zusammenzuhalten und darauf zu achten, dass die Herde den Leittieren folgt. 430 Rinder brechen auf in die Sommerfrische. Ihr Weg führt entlang der schroffen Gebirgsketten der Lechtaler Alpen auf den 2500 Meter hoch gelegenen Wöster, wo sattgrüne Täler und prächtige Blumenwiesen einander abwechseln. Eine Kulisse, die den Zug der Viehherde zu einem spektakulären Naturschauspiel werden lässt.

Der Viehtrieb auf die Lechtaler Almen ist eine der beeindruckendsten Szenen dieser Dokumentation. Ein Film, der Sehnsüchte weckt und gleichermaßen das reale Almleben schildert. Dokumentarfilmerin Maria Magdalena Koller hat Menschen vor die Kamera gebeten, die seit Jahren den Sommer auf der Alm verbringen: die Sennerin Erika Ladreiter aus der Steiermark, der Schafbauer Josef Schett aus Osttirol und der Hirt Martin Riedmann aus Vorarlberg geben Einblick in ihr Leben, das von der Schönheit der Landschaft und von einer traditionsreichen Kultur geprägt ist.

Almsommer

ORF/Interspot/Dinah Müller

Nebelstimmung auf der Oberstaller Alm (Osttirol).

„Sobald der Schnee zu schmelzen beginnt, halt ich’s herunten nicht mehr aus“, beschreibt Erika Ladreiter ihre Sehnsucht nach dem Almleben. Die 62-jährige Altbäuerin ist seit 14 Jahren Sennerin auf der Putzentalalm im steirischen Sölktal, wo sie gemeinsam mit ihrem Mann eine Hütte bewirtschaftet. Hier wird noch immer bei offenem Feuer gekäst und gekocht. Für Erika Ladreiter ist das kein „Touristengag“, sondern jahrhundertealte Bauernart, die sie fortführt. Die vielen Urlauber, die auf eine Jause zu ihr kommen, wissen dieses traditionelle Almleben zu würdigen.

Die wieder gewonnene Wertschätzung der Almen als Urlaubsort zeigt sich auch in Osttirol. So sind die Hütten der Oberstalleralm bis zum Jahr 2007 restlos ausgebucht, obwohl es dort keinen „Almanimateur“ gibt, sondern nur einen Holzofen, Fließwasser und frische Milch. „Wir sind von vielem verschont geblieben“, meint Josef Schett zu dieser Art von Tourismuskonzept.

Das Leben auf der Alm erscheint vielen Menschen als ein paradiesischer Zustand. Martin Riedmann hat sich diesen Traum erfüllt. Es ist sein vierter Sommer als Hirte. Mehr als zwei Monate ist er mit den 430 Rindern der Dornbirner Bauern auf den Hochalmen unterwegs. Ein Leben, bei dem trotz der vielen Arbeit und Verantwortung das Freiheitsgefühl überwiegt.

Almsommer

ORF/Interspot/Dinah Müller

Familie Ladreiter und das Filmteam im Sölktal in der Steiermark.

„Almsommer“ ist eine Hommage an die heimischen Almen, an einen unverzichtbaren Lebensraum und an seine Bewohner.


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Mariazeller Land - Geheimnisvolle Bergwelt zwischen Ötscher und Hochschwab

    Im Mariazeller Land erzählen wilde Wasser, eindrucksvolle Schluchten und geheimnisvolle Höhlen uralte Geschichten über Dämonen, Hexenberge und sagenhafte Goldschätze - inspiriert von den Naturerscheinungen der Bergwelt.

  • A Gaudi im Krakautal

    Das steirische Krakautal bei Murau ist neben seiner landschaftlichen Schönheit für seine Faschingsbräuche bekannt. Für den Höhepunkt der „fünften Jahreszeit“ werden Kostüme genäht und Masken geschnitzt.

  • Winter im Ausseerland

    Das Ausseerland gehört zu den bezauberndsten Regionen des Salzkammergutes – auch im Winter. Der verschneite Loser, der Altausseer See und der Grundlsee bilden die romantische Kulisse in der Mitte Österreichs.

  • Wilde Wasser, steile Gipfel - Das steirische Ennstal

    Der Film von Alfred Ninaus zeigt phantastische Landschaften, spannende Blicke in die Geschichte und Menschen, die heute im Ennstal naturbewusst leben.