Kunst und Kultur am Dienstag

Was schätzen Sie..?

In der ersten Ausgabe von „Was schätzen Sie..?“ nach der Sommerpause geht es mit viel Sommerfrische wohlig weiter: Karl Hohenlohe begrüßt seine Gäste im Rahmen einer Sondersendung aus einem besonderen Ambiente, in dem bereits Kaiser, Komponisten und Staatskanzler über Jahrzehnte auf Kur gegangen sind: mitten aus der geschichtsträchtigen Kaiserstadt Bad Ischl!

Dienstag, 5.9.2017, 20.15 Uhr
Wh. Mi 02.00 Uhr, 04.55 Uhr
So 03.35 Uhr, Mo 03.20 Uhr und 05.20 Uhr

Vor historischer Kulisse mit Blick auf die berühmte Kaiservilla kommen lauter herausragende, einzigartige und mitunter skurrile Kaiserhaus-Objekte auf den Schätzschemel: k.u.k. Adelsdiplome mit außergewöhnlicher Geschichte, Kaiser-Gemälde mit Herzschüssen und Bajonette-Stichen aus bewegten Zeiten, Miniaturen aus der legendären Villa von Katharina Schratt und sogar ein echter Zahn von Kaiser Franz Josef höchstpersönlich, mit Original-Zertifikat seines Kammerdieners Eugen Ketterl! Außerdem haben Hohenlohe und sein Team eine fast vergessene Trachtenspezialität aus Oberösterreich erneut ausgegraben: die minutiös gearbeiteten Goldhauben und ihre besondere Geschichte. Das alles und noch mehr bei der großen Saisonauftakt-Sendung von „Was schätzen Sie..?“!

Des Kaisers alte Zähne und die nobelste Klingel der Welt

€ 134.000 Euro für den Reithut der Kaiserin, € 68.000 für ein Teeservice von Kaiser Franz Joseph oder über € 1.500.000 für ein Gemälde von Sisi als Braut zu Pferd - das sind nur einige der Rekordpreise, die Objekte mit Kaiserhaus-Bezug im Dorotheum bereits erzielt haben. Die Palette reicht dabei von seriösen Nachlässen und hochwertigen Kunstobjekten über begehrte Erinnerungsstücke bis hin zu skurrilen Memorabilien aus dem persönlichen Besitz der kaiserlichen Familie. Mitunter sind schon Haarlocken des dreijährigen Thronfolgers Franz Joseph oder Unterhosen des Kaisers unter den Hammer gekommen.

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Herr Heschel mit Kaiserzahn, Frau Blaschegg mit Tischklingel

Der in Bad Ischl ansässige Zahnarzt Dr. Heschl hat etwas in die Sendung gebracht, das diesen Dingen an Absonderlichkeit in nichts nachsteht - kommt es doch mehr oder minder direkt aus dem Mund des Kaisers! Außerdem überrascht Frau Blaschegg mit einer Tischklingel, die aus dem unmittelbaren Nachlass der Kaiservilla stammt. Welche staatstragenden Finger hier wohl geklingelt haben?

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Herr Heschel mit Kaiserzahn

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Frau Blaschegg mit Tischklingel

Zerschossene Gemälde und Miniaturen auf Elfenbein

Zweimal besetzten französische Truppen unter Führung von Napoleon Bonaparte Österreich, und beide Male waren für das Land schicksals- und ereignisreich: 1858 während des dritten, und 1809 zum Zeitpunkt des fünften Koalitionskrieges.

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Karl Hohenlohe, Herr Heschel mit Kaiserzahn, Frau Blaschegg mit Tischklingel, Annette Kinsky.

Jedes Mal nahm der französische Kaiser großzügig Quartier in Schloss Schönbrunn, und auch der Rest von Österreich blieb von französischen Spuren nicht unbeeinflusst. Der damalige Kaiser von Österreich, Franz I., war natürlich kein Freund der Franzosen, und so kommt es dass Frau Blaschegg heute im Besitz eines Portraits eben jenes Franz I. ist, das mit leidenschaftlichen Spuren aus der Geschichte behaftet ist: Ein Schuss mitten ins Herz und zahlreiche Bajonetten-Stiche quer durch das ganze Gemälde! Ob es Napoleon höchst persönlich war?

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Frau Blaschegg mit Kaisergemälde

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Herr Nahmer mit Elfenbeinbildern

Die Miniaturen-Bilder von Johann Nahmer runden diese Schatzsuche um eine Vielfaches ab: Sie sind auf Elfenbein gemalt und stammen aus der Bad Ischl-Villa von Katharina Schratt, der berühmten Schauspielerin und Geliebten des Kaisers!

Traditionsreiche Goldhauben und Adelsdiplome für Kaisertreue

Bereits im 17. Jahrhundert hatten Bürgerfrauen hierzulande Gold- oder auch schwarze Perlhauben als Teil ihrer Festtracht, vor allem an hohen kirchlichen Festtagen. Ganz typisch dafür ist die kleinteilige Gold- und Paillettenstickerei, die mit einem enormen Aufwand bei hunderten Arbeitsstunden in Handarbeit entstanden ist.

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Wachauer Haube

Im 19. Jahrhundert gerieten diese Hauben zusehends in Vergessenheit, aber spätestens ab den 1970er Jahren erlebte die Goldhaube vor allem unter Oberösterreicherinnen eine regelrechte Renaissance: Heute sind wieder über 14 000 Frauen und mehr als 3 000 Häubchenmädchen in sogenannten Goldhaubengruppen aktiv. Karl Hohenlohe ist von Herrn Fischer-Czömer und Frau Stieber mit ihren Hauben auf ganz besonders wertvolle Trachtenpfade geführt worden!

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Adelsdiplom

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Familie Langmayer mit Adelsdiplom

Außerdem sorgt ein Adelsdiplom von Herrn Langmayer für Staunen unter den Experten: Einbandfarbe und Ausarbeitung lassen ein äußerst seltenes Exponat vermuten!

Moderator: Karl Hohenlohe
Antiquitätenmagazin, 2017


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Was schätzen Sie..?

    Karl Hohenlohe begrüßt zu einer Faschingsausgabe des Kunst- und Antiquitätenmagazins, das diesmal ganz im Zeichen der Oper und des Opernballs steht.

  • Was schätzen Sie..?

    Von Familienschätzen einer österreichisch-amerikanischen Schauspielerin, Uhrenwunderwerken aus der Zeit von Napoleon und Perlenarmbändern, die an den Prunk des Fin de Siècle erinnern.

  • Was schätzen Sie..?

    Alles Weihnacht! Die Sendung für Sammler, Kunstliebhaber und Trödel-Fans steht diesmal gänzlich unter dem Weihnachtsstern. Karl Hohenlohe nimmt die schönste Riesenkrippe des Landes unter die Lupe und ist mit seinem Team dafür in die Kaiserstadt Bad Ischl gereist.

  • Was schätzen Sie..?

    Das Antiquitätenmagazin erzählt diesmal von Biedermeier-Lustern und ihren geheimnisumwobenen Geschichten, Renaissance-Gemälden mit Philosophen auf Kupferplatte und historischen Teleskopen eines Fernrohrkonstrukteurs, der einmal als einer der bedeutendsten Instrumentenbauer Mitteleuropas galt.