Gesundheitstalk am Mittwoch

MERYNS sprechzimmer: Viren im Handgepäck

Mit dem internationalen Flugverkehr sind auch die Wege für Viren kürzer geworden. Ob Vogelgrippe oder Ebola-Virus, potenziell tödliche Viren scheinen immer wieder Epidemien auszulösen. Über Risiken rund ums Reisen in ferne Länder diskutiert Siegfried Meryn diesmal mit seinen Gästen.

MERYNS sprechzimmer: Viren im Handgepäck - wird Reisen zum Risiko?

Gesundheitstalk, 2017

Trailer: „tpm: Unsere Haut - Die Schattenseiten des Sonnenlichts“ und „MERYNS sprechzimmer: Viren im Handgepäck“ (21.6.2017)

Mittwoch, 21.6.2017, 21.55 Uhr
Wh. Do 01.30 und 17.45 Uhr,
Sa 05.10 Uhr, So, 2.7., 04.40 Uhr,
Di, 4.7., 05.15 Uhr, Sa, 8.7., 05.00 Uhr

Das Zusammenwachsen unserer Gesellschaft durch den technologischen Fortschritt ist in vielen Bereichen erfolgsversprechend, birgt in anderen aber Gefahren. So legen rund um den Globus nicht nur digitale Viren ganze Systeme lahm und bedrohen die Menschheit, auch in der analogen Welt ist die Gefahr der Krankheitsübertragung durch Viren im Zuge der Mobilität der Menschen extrem gestiegen.

Der internationale Flugverkehr hat die Wege für die Übertragung ansteckender Krankheiten kürzer gemacht. Die gefährliche Lungenkrankheit SARS konnte sich so bereits 2003 vergleichsweise schnell weltweit verbreiten. Was im Alltag schon schwieri ist, ist im Flugzeug quasi unmöglich: sich schützen gegen Keime, Bakterien und Krankheiterreger, die Mitmenschen in die Luft schleudern.

Ob Vogelgrippe oder Ebola-Virus, es scheint, dass potenziell tödliche Viren immer wieder in leicht veränderter Form Epidemien auslösen: so gab es in Westafrika seit 1986 bereits 20 Ebola Ausbrüche. Den letzten 2014, eine Pandemie wurde befürchtet. Die Weltgesundheitsorganisation WHO kann hier häufig nur reagieren, die Viren sind meist schneller. Und immer öfter tauchen als Reisesouvenir Keime auf, die schwer in den Griff zu bekommen sind, da sie antibiotikaresistent sind.

Knapp 5 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher reisen gerne in exotische Länder. Nicht ohne Gefahr, bedenkt man, dass die häufigsten Erkrankungen nach einem Urlaub in exotische Länder Malaria, Hepatitis A, diverse Durchfallerkrankungen oder Lungenentzündungen sind. Sexuell übertragbare Krankheiten stehen ebenfalls ganz oben auf der Liste. Der beste Schutz gegen Infektionskrankheiten - ob Zuhause oder in der Ferne - ist Hygiene. Doch auch wenn es reisemedizinische Vorsorge wie Impfungen und Ernährungsratgeber gibt, wer weiß schon, welche Mikroben sein Handgepäck bewohnen, wenn er nach einer langen Reise zu Hause auspackt… .

In MERYNS sprechzimmer diskutieren dazu Univ.Prof.DDr. Wolfgang Graninger, Infektiologe und Forscher auf dem Gebiet der Antibiotika und der Tropenmedizin, Dr. Reinhard Dörflinger von Ärzte ohne Grenzen und Univ.-Prof. Dr. Ursula Wiedermann-Schmidt, Leiterin des Instituts für spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin der Medizinischen Universität Wien unter der Leitung von Siegfried Meryn Gesundheits-Fragen und Risiken rund ums Reisen in ferne Länder.

MERYNS sprechzimmer 
Viren im Handgepäck

ORF/splashproductions

Univ.-Prof. Dr. Ursula Wiedermann-Schmidt

MERYNS sprechzimmer 
Viren im Handgepäck

ORF/splashproductions

Dr. Reinhard Dörflinger

MERYNS sprechzimmer 
Viren im Handgepäck

ORF/splashproductions

Univ.Prof.DDr. Wolfgang Graninger

Gesundes Gespräch, 2017


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