Bühne oida!

Holocaust Mahnmal Berlin

Im Rahmen des EU-Projekts GEKO reisten 16 Jugendliche des Vereins T.I.W. nach Berlin. Am zweiten Tag ihres Aufenthalts besuchten sie das Holocaust Mahnmal in der deutschen Hauptstadt.

„Ich finde, dass das Denkmal was Gutes ist, weil es sollte die Menschen zurückerinnern, was damals passiert ist, dass nicht noch mal sowas passiert. Wie ich davorstand, sah es gleich aus wie Gräber. Es war ein schirches Gefühl, wie ich hineinging. Doch es war so, als wäre das ein Labyrinth, nur mit Ausgängen.

Als ich mittendrinn war, war es dunkel und kühl, mir kam die Gänsehaut und in mir kam Wut auf. Warum kam mir die Wut? Weil 6 Millionen Menschen ermordet wurden, es waren auch Kinder dabei. Das ist so, als wäre ganz Österreich ermordet. Wie kann man nur so herzlos sein!? Doch ich ging mit einem Lächeln und einem erleichternden Gefühl hinaus. Denn ich habe für die Verstorbenen gebetet.“
(Autorin: Yvonne)

Bühne oida: berlin holocaust mahnmal

orf III

„Das Denkmal sah aus wie Pyramide, grau war alles und wie Treppen.
Ich habe mich da verirrt.“
(Autorin: Asija)

„Also ehrlich gesagt, als ich die Steine von weitem aus gesehen hab, dachte ich mir, dass das Grabsteine sind. Als ich durch die Steine ging, bekam ich einerseits die Panik, da es zu eng war. Andererseits hatte ich auch ein schönes Gefühl, denn wenn ich nach rechts und nach links schaute, sah ich immer einen Ausgang. Ich hatte das Gefühl, dass ich jederzeit rauskann. Ich finde, dass das Denkmal gut ist.“
(Autorin: Gülüm)

„Es hat sich angefühlt wie in einem Labyrinth. Man hat gemerkt, dass die Wege ganz leicht rauf und runtergegangen sind, dass es größere und kleinere Steine gibt, dass man einmal rausschauen konnte, einmal nicht, wenn die Steine einmal kleiner waren, einmal größer. Und man musste Ausgänge finden.“
(Autor: Zubair)

„Zuerst sind die Steine ganz niedrig – zuerst war eine Beschimpfung der Juden. Danach wurden sie geschlagen – die Steine wurden höher. Danach wurden sie erschossen – die Steine wurden noch höher. Dann war die Vergasung und Millionen wurden ermordet, auf einmal.“
(Autor: Jacek)

„Ich finde es gut, dass es dort ist, weil man kann sich an die vielen Opfer erinnern und dass sowas nicht noch einmal passiert. Ich habe mich dort gut gefühlt: Die Gräber sind wie eine große Mauer, die man nicht zerstören kann. Das gab mir ein Gefühl von Schutz und Sicherheit.“
(Autor: Kevin)

„Es ist gut, dass es sowas gibt, weil es daran erinnert, was geschehen ist. Es ist wie ein Wecker, den man nicht ausschalten kann, man kann es nicht leugnen. Es sind Steine, die aussehen wie Särge ohne Schrift. Der Weg geht hoch und runter. Emotionen löste es nicht bei mir aus. Es ist eine nette Idee, über die Umsetzung lässt sich streiten. Ich finde, es ist eine Geldverschwendung. Man hätte das Geld für etwas anderes ausgeben sollen, um darauf aufmerksam zu machen: eine Werbung mit einem Film oder ein Schild oder eine Spende an die Opfer-Hinterbliebenen.“
(Autor: Marcus)

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„Als ich durch das Denkmal ging, fühlte ich mich traurig. Ich spürte die Kälte. Ich hörte ein paar Stimmen und mir kamen fast die Tränen. Das Gedenkmal sieht aus wie eine Grabstätte, die Steine sehen aus wie Särge. Manche Steine sehen klein aus. Die kleinen Steine waren wahrscheinlich für die Kinder. Es hat mich an ein Grab erinnern, weil es sind viele Menschen gestorben und es nimmt mit. Auf jeden Fall finde ich es gut, dass es dieses Denkmal gibt. Jeder Mensch verdient es, geehrt zu werden. Es war sicher nicht leicht für die Familien der Verstorbenen. Aber sie wissen, diese Menschen haben gekämpft und sind mit ihrem Stolz und Würde ins Licht gegangen.“
(Autorin: Melanie)

„Also, was ich über dieses Denkmal denke, ist, dass es einerseits gut ist, dass es überhaupt erbaut wurde, aber andererseits bin ich auch derselben Meinung wie Marcus, dass es sowas wie eine Geldverschwendung ist. Man könnte es nämlich in was anderes investieren. Als ich durch diese Steine ging, wurde mir später klar, was für eine Bedeutung es hat. Es war halt ein komisches Gefühl. Ich konnte mich halt nicht so richtig hineinversetzen, also so eine richtige Trauer hatte ich nicht, aber es war halt komisch zu wissen, dass es sowas gab in der Vergangenheit. Auf jeden Fall würde ich es jedem empfehlen, dorthin zu reisen und es zu besichtigen. Weil es zur Geschichte gehört, also es ist wichtig zu lernen, wie die Vergangenheit in Österreich/Deutschland, also im Land, in dem wir leben, war. Aussehen: Große bis kleine Steine, die die gleiche Form haben, aber von oben sehen die wie Wellen aus. Man könnte die mit einem Grabstein verwechseln oder mit diesen Steinen wie in England (Stone Henge).“
(Autorin: Melike)

„Also von weit entfernt sah es für mich aus wie ein Friedhof. Innen sah es aus wie ein Labyrinth. Ich fühlte mich einsam, und als ich innen war, sah ich nur die einzelnen Quader. Ich finde es eine gute Idee, so ein Denkmal zu bauen, weil die Leute sich erinnern sollen, dass so was nicht wieder passieren soll.“
(Autor: Bekir)

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Gruppe vor dem Brandenburger Tor

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