Heimat Österreich

Von Mariazell bis Loretto - Wallfahrt in Österreich

Die Habsburger erwählten Mariazell zu ihrem persönlichen Wallfahrtsort. Vergebung, Heilung und Erhörung suchten die Menschen früher, heute ist das Wallfahrten oft Suche nach dem Sinn des Lebens und nach Halt.

Heimat Österreich: Von Mariazell bis Loretto - Wallfahrt in Österreich

Dokumentation, 2017

Trailer „Heimat Österreich“ (14.6.2017)

Mittwoch, 14.6.2017, 20.15 Uhr
Wh. Sa 05.20 Uhr

Rom, Jerusalem und Santiago de Compostela waren zu weit, und so entwickeln sich im Spätmittelalter „Nahwallfahrtsorte“ wie Mariazell. Mitte des 18. Jahrhunderts gab es allein in der Steiermark 230 Wallfahrtsorte. Die Menschen suchten dort Vergebung, Heilung und Erhörung. Als beste Fürsprecherin bot sich die Gottesmutter Maria an.

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Von Mariazell bis Loretto - Wallfahrt in Österreich

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Die Wallfahrtskirche Mariazell: Einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte in Österreich, insbesondere von den Habsburgern hochgehalten.

Mirakelzyklen und Bücher berichten über wundersame Genesungen. Bei einem geräderten Mann heilen dank der Mariazeller „Mutter“ Maria die Knochen wieder, Kinder genesen nach einem Unfall. Unzählige Votivgaben und Tafeln in Österreichs Wallfahrtskirchen zeugen von der Dankbarkeit der Wallfahrer. Die Bilder und Berichte mehren den Bekanntheitsgrad des Wallfahrtsortes, sie könnten als frühe Form von PR gelten.

Von Luther verdammt, von Joseph II. verboten, wird die Wallfahrt ab den 1980-iger Jahren wieder modern. Das Wallfahrten hat auch politische Komponente. Dafür gibt es Beispiele in der jüngeren Vergangenheit: die schwarz-blaue Regierungsmannschaft wallfahrtete nach Mariazell, nachdem die Sanktionen aufgehoben worden waren, bei der Wallfahrt des Niederösterreichischen Bauernbundes im Vorjahr ging es um die Einkommenssituation der Bauern und um die türkischen Migranten in Österreich. Von der Feuerwehrwallfahrt, über die Polizei-, Auto-, Bauernbund-, Jäger-, Widder- und Rosswallfahrt - Wallfahrt ist bunt und vielfältig geworden.

280.000 Menschen sind im Vorjahr nach Santiago de Compostela gepilgert. In ganz Österreich sind Pilgerwege in den letzten Jahren reaktiviert worden. Heute hat das Wallfahrten viel mit der Suche nach dem Sinn des Lebens zu tun, meint Universitätsprofessor Helmut Eberhart. Er unterrichtet in Graz am Institut für Kulturanthropologie und europäische Ethnologie und beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Thema Wallfahrt. Der Vorarlberger Bischof Benno Elbs glaubt, dass die Menschen in Zeiten der Unsicherheit und des Umbruchs nach Anker suchen.

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Landeswallfahrt in Vorarlberg: Rund 3.000 Katholiken pilgern jedes Jahr am 1. Mai zur Basilika in Rankweil.

Dokumentation, 2017