MERYNS sprechzimmer: Glücklich durch Sex

Sex hat unzählige positive Nebenwirkungen: er stärkt die Immunabwehr, reguliert die Hormone, sorgt durch vermehrte Durchblutung für straffe Haut, lindert Schmerzen, verbrennt Kalorien, entspannt uvm. Dr. Siegfried Meryn diskutiert mit seinen Gästen über die Auswirkungen von Sex auf unsere Gesundheit.

MERYNS sprechzimmer: Glücklich durch Sex - Medizin ohne Nebenwirkungen?

Das gesunde Gespräch, 2017

Trailer: „treffpunkt medizin: Was macht sexy?“ und „MERYNS sprechzimmer: Glücklich durch Sex“ (31.5.2017)

Mittwoch, 31.5.2017, 21.55 Uhr
Wh. Do 02.50 und 05.10 Uhr,
Fr 04.45 Uhr

Sexualität begleitet uns ein Leben lang - vom Kleinkind über die Pubertät bis ins hohe Alter. Der Umgang mit Sexualität ist ein ständiger Entwicklungsprozess, auf körperlicher wie psychischer Ebene. Sexualität ist individuell und intim und kann je nach Erfahrungshorizont positive oder negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Das ist die eine Seite.

Die andere: Sexualität ist allgegenwärtig und öffentlich: Wir leben heute in einer sexualisierten Gesellschaft, die in ihrer Bilderflut vor allem den optimierten Körper in seiner Perfektion in den Mittelpunkt stellt. Und damit suggeriert: ein attraktives Sexleben hat nur, wer selbst fit, jung und somit begehrenswert ist. So wird für immer mehr Menschen die „schönste Nebensache der Welt“ zum Problem. Und das vor allem mental: Frust statt Lust.

Dabei strotzt Sex nur so vor gesunden Nebenwirkungen: Küssen stärkt unsere Immunabwehr, der Hormonspiegel wird reguliert, Testosteron- und Östrogenspiegel steigen an, das Herz-Kreislaufsystem wird trainiert, unsere Immunabwehr läuft auf Hochtouren, vermehrte Durchblutung strafft die Haut, Schmerzen werden gemildert, so viele Kalorien wie bei einer Joggingrunde verbrannt, das Bindungshormon Oxytocin sorgt für Entspannung und und und...

Es stellt sich also die Frage, ob Sex nicht in das Programm für gesunde Lebensführung und damit Lebenserwartung aufgenommen werden sollte. Doch die Sache ist komplex und so braucht jeder Mensch offenbar unterschiedliche Rahmenbedingungen für gesunden Sex. Ob allein, in Beziehung oder wechselnden Partnerschaften.

Ist Sex also immer gesund? Welche Rolle spielt ein positiver Zugang zum eigenen Körper? Erleben Männer und Frauen Sexualität unterschiedlich? Gibt es ein Patentrezept für gelingenden Sex? Wie verhalten sich Sexualität und Elternschaft? Wie erleben Menschen mit Behinderung oder chronischen Krankheiten Sexualität? Welchen Einfluss auf unser Sexualverhalten hat der jeweilige Zeitgeist einer Gesellschaft? Diese und andere Fragen diskutieren in Meryns sprechzimmer Univ. Prof. Dr. Michaela Bayerle-Eder, Sexualforscherin, die u. a. über eine spannende Studie mit dem Kuschelhormon „Oxytocin“ berichtet, Dr. Gerti Senger, Sexualtherapeutin und Beziehungsexpertin, und Mag. Wolfgang Wilhelm, Sexualtherapeut, Leiter der Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen, unter der Gesprächsleitung von Prof. Siegfried Meryn.

Das gesunde Gespräch, 2017


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • tpm: Das Spiel mit den Genen | MERYNS sprechzimmer: Künstliche Intelligenz | science.talk spezial

    Die zwei ORF-III-Gesundheitsformate „treffpunkt medizin“ und „MERYNS sprechzimmer“ beschäftigen sich mit dem Fortschritt der medizinischen Möglichkeiten und ethischen Grundfragen. Danach spricht Barbara Stöckl mit Werner Gruber und Thomas Brezina über das Verständnis von Wissenschaft.

  • MERYNS sprechzimmer: Viren im Handgepäck

    Mit dem internationalen Flugverkehr sind auch die Wege für Viren kürzer geworden. Ob Vogelgrippe oder Ebola-Virus, potenziell tödliche Viren scheinen immer wieder Epidemien auszulösen. Über Risiken rund ums Reisen in ferne Länder diskutiert Siegfried Meryn diesmal mit seinen Gästen.

  • MERYNS sprechzimmer

    Siegfried Meryn diskutiert diesmal mit seinen Gästen über Stärken und Schwächen der Schulmedizin und Jahrtausende alte Heilkunst aus dem fernen Osten und Europa.

  • MERYNS sprechzimmer: Wieviel Medizin braucht der Mensch?

    „Der Beitrag der klassischen Medizin zum Gesundheitszustand der Bevölkerung ist relativ klein, etwa 20% bzw. noch weniger. Daher muss die Frage nach Überversorgung viel lauter gestellt und diskutiert werden“ sagt Patientenanwalt Dr. Gerald Bachinger - einer der heutigen Gäste von Siegfried Meryn.