zeit.geschichte am Samstag

Der Vietnamkrieg - Gesichter einer Tragödie

Der Bruderkrieg in Vietnam wurde zu einer der grausamsten bewaffneten Auseinandersetzungen des 20. Jahrhunderts. Das Bild des nackten Mädchens auf der Flucht vor dem Napalm ging um die Welt.

Trailer: zeit.geschichte (20.5.2017)

Samstag, 20.5.2017, 20.15 Uhr
Wh. So 22.50 Uhr

Der Vietnamkrieg war der längste bewaffnete Konflikt des 20. Jahrhunderts. Mit ihm brachten zum ersten Mal die Medien einen Krieg in die Wohnzimmer der Welt. Das hatte Folgen: Bilder von Kindern, die nackt und schreiend vor einer Feuerwolke davonlaufen, der Abwurf von Napalmbomben haben sich in unser Gedächtnis eingebrannt. Im Mai 1975 ging dieser Krieg zu Ende.

Für die meisten Amerikaner war klar: diesen Krieg würden sie gewinnen; er würde kurz sein, bezahlbar und ohne große menschliche Verluste. Sie sollten sich irren. Die Vietnamesen sehnten sich nach Unabhängigkeit. Doch nach dem Sieg über die französische Kolonialmacht fand sich das vietnamesische Volk schon bald gespalten. So kämpfte auf der einen Seite die südvietnamesische Armee gemeinsam mit den Amerikanern, auf der anderen Seite Nordvietnam gemeinsam mit China und der Sowjetunion.

Seit März 1965 waren amerikanische Bodentruppen in Südvietnam und kämpften dort gegen den von China und der Sowjetunion unterstützten Vietcong. An der Seite der USA kämpften Südkorea, Thailand, Australien, Philippinen, Neuseeland und Taiwan. Richard Nixon zog seine Truppen ab 1969 sukzessive aus Südvietnam ab und schloss im Jänner 1973 einen Waffenstillstand mit Nordvietnam. Bis 1975 hatten nordvietnamesische Truppen Südvietnam vollständig erobert und beendeten den Krieg. Auf vietnamesischer Seite starben zwei bis zu fünf Millionen Menschen, darunter 1,3 Millionen Soldaten. Auf Seiten der USA fielen 58.220 US-Soldaten und 5.264 Soldaten ihrer verbündeten Länder.

Der Vietnamkrieg - Gesichter einer Tragödie

ORF/Autentic/Thomas Billhardt

Quang Tri Town - Sommer 1972

Dokumentation, 2015


Weitere Sendungen dieser Reihe:

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