Die Eroberung des Südens - Mythos Südbahngesellschaft

„Durch die Eisenbahnen schwinden die Distanzen, die materiellen Interessen werden gefördert, die Kultur gehoben und verbreitet“, sagte Carl Ritter von Ghega. Er war neben Kaiser Franz Joseph, Erzherzog Johann und Baron von Rothschild einer der Pioniere in der Geschichte der Südbahn.

Seit 160 Jahren gehört die Bahnverbindung von Wien nach Triest zu den unverzichtbaren Trassen des österreichischen Güter- und Personenverkehrs. Die legendäre Südbahn hat Landschaften neu geprägt, Städte verändert, wichtige Impulse für den Fremdenverkehr geliefert und Zehntausende Menschen beschäftigt. Die „k.k. priv. Südbahngesellschaft“ mit ihren 70.000 Bediensteten war das größte Unternehmen der Habsburger Donau-Monarchie.

Geschrieben wurde die Geschichte der Südbahn von mutigen Visionären und grandiosen Technikern, von mächtigen Monarchen und risikobereiten Investoren, die den Traum von der „Eroberung des Südens“ wahr machten. Es begann mit einem großen „europäischen Gedanken“, einem klaren wirtschaftspolitischen Ziel: Wien, die Residenzstadt des Kaisers der Donaumonarchie, sollte verkehrstechnisch mit der bedeutenden internationalen Hafenstadt Triest verbunden werden, um den Donauraum am Welthandel teilnehmen zu lassen. Letztlich gelang aber mehr als das: auch der Tourismus kam in Schwung, ein wahrer Boom im Hotelbau folgte, die Städte entlang der Trasse blühten auf.

Die Eroberung des Südens - Mythos Südbahngesellschaft

ORF/Harald Scherz

Viadukt

Die zweiteilige ORF III-Dokumentation beleuchtet erstmals die Hintergründe, die zum Bau dieser Hauptschlagader des österreichischen Bahnverkehrs führten. Und sie zeigt, welche Bedeutung diese Bahn noch heute hat. Grandiose neue Aufnahmen und wertvolles Archivmaterial dokumentieren beispielsweise, wie Dampfloks die Pferdeeisenbahn ablösten und auf dem Weg von Wien in den Süden sogar den Semmering bezwangen. Wie sich Erzherzog Johann als „Industriespion“ betätigte, um die neuen Dampfmaschinen auch in Österreich verfügbar zu machen, oder wie er eine „unmögliche“ Bahntrasse durchboxte, um der obersteirischen Eisenindustrie besseren Zugang zu Märkten zu erschließen.

Teil 1
Dienstag, 8.8.2017, 21.05 Uhr

Wh. Mi 00.20 Uhr und 04.25 Uhr, Do 02.30 Uhr, Fr 03.50 Uhr, Sa 14.15 Uhr, So 04.30 Uhr und 11.40 Uhr, Mo 03.35 Uhr, Fr 02.45 Uhr und Sa 04.25 Uhr

Im ersten Teil steht der Bau der Trasse bis Triest im Mittelpunkt und die spannende Frage, was von der Südbahn bleiben und wie es weitergehen kann. Denn mittlerweile hat für den Frachtverkehr Koper als internationaler Hafen eine viel größere Bedeutung als Triest.

Mythos Geschichte: Die Eroberung des Südens - Mythos Südbahngesellschaft (1/2)

Die Eroberung des Südens - Mythos Südbahngesellschaft

ORF/Harald Scherz

Lok - Abfahrt in Ungarn

Teil 2

Dienstag, 8.8.2017, 21.55 Uhr

Wh. Mi 01.10 Uhr und 05.10 Uhr, Do 03.15 Uhr, Fr 04.40 Uhr, Sa 15.00 Uhr, So 05.20 Uhr und 12.25 Uhr, Mo 04.25 Uhr, Fr 03.30 Uhr und Sa 05.10 Uhr

Mythos Geschichte: Die Eroberung des Südens - Mythos Südbahngesellschaft (2/2)

Teil zwei der Dokumentation beschäftigt sich unter anderem mit dem Beginn des Dampflok-Zeitalters, dem abenteuerlichen Bau der Semmering-Trasse sowie dem historischen und gegenwärtigen Weg der Bahn von Wien bis Laibach.

Die Eroberung des Südens - Mythos Südbahngesellschaft

ORF/Harald Scherz

Südbahn - Railjet bei Stübing

Regie: Harald Scherz
Dokumentation, 2017


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