Mythos Geschichte

Lebensraum Melk

In einer neuen Ausgabe der Sendereihe „Lebensraum“ wird die niederösterreichische Stadtgemeinde Melk vorgestellt, die, obwohl Stift Melk eines der meist besuchten touristischen Ziele Österreichs ist, wenig bekannt ist.

Mythos Geschichte: Lebensraum Melk

Dokumentation, 2016

Trailer: Lebensraum Melk (18.4.2017)

Dienstag, 18.4.2017, 21.05 Uhr
Wh. 23.45 Uhr, Mi 05.15 Uhr, Do 01.30 und 14.00 Uhr

Stift Melk wird seit über 900 Jahren von Benediktiner Mönchen bewohnt. Ein Großteil der Tätigkeiten, die im Stift anfallen, werden jedoch von Angestellten des Stiftes übernommen. Damit ist das Stift nicht nur spirituelles und touristisches Zentrum, es ist auch einer der größten Arbeitgeber in der Region.

Lebensraum Melk

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Stift Melk

Knapp 100 Lehrer unterrichten allein im Stiftsgymnasium Melk rund 900 Schülerinnen und Schüler. Einer davon ist Rudolf Pölzer, Lehrer für Deutsch und Geschichte. Als Student hat er im großen Barockgarten des Stiftes gearbeitet, den er im Rahmen des Films mit seinen Schülern besucht. Im Park, der in den letzten Jahrzehnten wieder sein barockes Aussehen zurückerhielt, arbeitet u.a. Andrea Edelbacher, die über die inhaltliche Gestaltung des Paradiesgarten erzählt, dessen Kräuter und Früchte in der Küche des Stifts ihre Verwendung finden.

Mitten im historischen Zentrum der Stadt befindet sich das Geschäft von Martin Baar, Uhrmacher aus Leidenschaft. Seit mehreren Jahren repariert und wartet er die vielen Standuhren im Stift. Im Film wird er beim Einbauen einer Standuhr in der Direktion der Schule begleitet sowie beim Warten einer Uhr in der Prälatur des Abtes, der die Bedeutung der Zeit im Tagesablauf der Mönche beleuchtet.

Lebensraum Melk

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Schulklasse im Stift Melk

Sommertheater

Sowohl in der Stadt als auch im Stift Melk finden das ganze Jahr über kulturelle Veranstaltungen statt. Viele werden von der Wachau Kultur Melk GmbH. durchgeführt, so auch unterhalb der Altane des Stiftes in der Wachau Arena die Sommerspiele Melk, das älteste Sommertheater Niederösterreichs. Deren künstlerische Leiter, Alexander Hauer war selbst Schüler des Stiftsgymnasiums, und ist seit Jahren hauptverantwortlich für ein vielfältiges kulturelles Programm in der Stadt. Er ist ein profunder Kenner von Stadt und Stift und weiß viel über die Wechselbeziehung der beiden zu erzählen.

Ein absolutes Highlight sind die Internationalen Barocktage Stift Melk, die seit 2014 von Michael Schade geleitet werden, der seine ganz besondere Beziehung zum Stift Melk beschreibt. Mit der Tischlerei Melk hat Hauer auch eine Kleinkunstbühne in Melk geschaffen. Der Musiker und Kabarettist Austrofred und der ORF Korrespondent Karim El-Gawhary erzählen, wie sie diesen kulturellen Nahversorger Melks schätzen gelernt haben.

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Michael Schade

Historische Rückblicke auf die Zeit des Protestantismus oder des Nationalsozialismus, als sich in Melk das größte Nebenlager des KZs Mauthausens befand, machen bewusst, dass das weltoffene und friedliche Miteinander von Menschen unterschiedlichen Glaubens und politischer Einstellungen keine Selbstverständlichkeit ist, sondern ein besonderes Privileg, das die Melker und ihre Besucher heute sehr zu schätzen wissen.

Dokumentation, 2016


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