ORF-III-zeit.geschichte

Heimat großer Töchter

Neue zeit.geschichte-Reihe im Programm von ORF III.

Mit der neuen vierteiligen „zeit.geschichte“-Reihe „Heimat großer Töchter“ werden einflussreiche Wegbereiterinnen Österreichs gewürdigt: Den Auftakt am Samstag, dem 29. April 2017, machen Dokumentationen über die Unternehmerin Louise Piëch und die erste Architektin Österreichs Margarete Schütte-Lihotzky.
Im Herbst folgen die Porträts von Schauspielerin und Erfinderin Hedy Lamarr sowie Fotografin Trude Fleischmann.

Heimat großer Töchter

Inspiris Film

Heimat großer Töchter

Heimat großer Töchter – Louise Piëch

Samstag, 29.4.2017, 20.15 Uhr

Sie gilt als toughe Geschäftsfrau, geschickte Strategin und großartige Autofahrerin: Unaufgeregt und zielstrebig widerspricht Louise Piëchs (1904-1999) Lebensgeschichte vielen Klischees normierter Weiblichkeit.

Die in Wiener Neustadt geborene Louise Porsche studierte Kunstgeschichte und Malerei. Doch schon früh galt ihre Leidenschaft den Autos. Sie begleitete ihren Vater Ferdinand Porsche oft auf Versuchsfahrten und fuhr Rennen, sobald sie ihren Führerschein hatte. Nach dem unerwarteten Tod ihres Ehemannes, Anton Piëch, übernahm sie 1952 die Leitung der Porsche Holding in Österreich und führte das Unternehmen mit ihrem Bruder Ferry zum Erfolg. In Birgit Mosser-Schuöckers Porträt kommen ihre Söhne und Enkel zu Wort, Wegbegleiter und Experten sprechen über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, ihr Durchsetzen in einer Männerdomäne und ihre rasante Lebensgeschichte.

Heimat großer Töchter

Inspiris Film

Louise Piëch

Heimat großer Töchter – Margarete Schütte-Lihotzky

21.05 Uhr

Margarete Schütte-Lihotzky (1897-2000) war die erste Frau, die in Österreich Architektur studierte. Sie wurde für den Entwurf der „Frankfurter Küche“ berühmt – ein revolutionäres Architekturstück, das als Prototyp der modernen Einbauküche gilt.

Nach ihrer Graduierung arbeitete sie mit ihrem Mentor Adolf Loos und plante Wohnhäuser für Invaliden und Veteranen des Ersten Weltkrieges. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs flüchtete Schütte-Lihotzky nach Istanbul und trat dem kommunistischen NS-Widerstand bei. Trotz ihrer dortigen Tätigkeit wurde sie in den Nachkriegsjahren professionell boykottiert, da sie nach wie vor Kommunistin blieb. Sie arbeitete infolgedessen als Beraterin in der Volksrepublik China, in Kuba und der DDR. Erst seit den 1980er Jahren werden ihre Werke in Österreich öffentlich anerkannt. Die Dokumentation von Iris Haschek lässt Wegbegleiter und Experten zu Wort kommen und erzählt von den beiden Leben Margarete Schütte-Lihotzkys – dem als erste Architektin Österreichs und dem als Widerstandskämpferin.