Kunst und Kultur am Dienstag

Was schätzen Sie..?

Millionenschwere Violinen, kaiserliche Kaminuhren und Apothekengefäße aus dem 16. Jahrhundert: Karl Hohenlohe und sein Schätzteam sind wieder mit dem Oldtimer-Bus quer durch Österreich gereist, um die spannendsten Kunstgegenstände des Landes und ihre abenteuerlichen Geschichten für Sie aufzuspüren.

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Kunst- und Antiquitätenmagazin, 2017

Trailer 04.04.2017

Dienstag, 4.4.2017, 20.15 Uhr
Wh. Fr, Sa, Mo 06.15 Uhr und Di 06.10 Uhr

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Stargeiger Yury Revich mit einer original Stradivari-Geige.

Eine Violine für die Ewigkeit

Er spielt seit seinem sechsten Lebensjahr Geige, debütierte mit nur 17 Jahren in der Carnegie Hall in New York und kurz darauf in der Mailänder Scala, und ist letztes Jahr als ECHO-Klassik-Preisträger in der Kategorie „Nachwuchskünstler des Jahres“ ausgezeichnet worden: Die Rede ist von Wundergeiger Yury Revich. Der gebürtige Russe erlebt schon in seinen jungen Jahren eine steile Karriere, obwohl er offiziell noch immer an der Musik-und-Kunst-Privatuniversität der Stadt Wien studiert. Karl Hohenlohe hat ihn zwischen zahlreichen Konzertauftritten und Terminen in seiner Ausbildungs-Heimstätte getroffen, um sich dort ein einzigartiges Juwel der Musikgeschichte zeigen zu lassen: eine original Stradivari-Geige aus dem Jahr 1709!

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Rudolf Novak mit Kaminuhr.

Des Kaisers neue Neider

Ein junger Kaiser, die personifizierte „Austria“ und „Clio“, die Muse der Geschichtsschreibung: Das sind die Motive einer bronzenen Kaminuhr, die der Badener Historiker Rudolf Novak in Gedenken an den letzten großen Kaiser der Donaumonarchie unseren Dorotheumsexperten offenbart. „Eine Lobpreisung des jungen Herrschers, der nun nicht mehr von Gottes Gnaden, sondern auf Grundlage einer Konstitution regiert, wie das von den Revolutionären 1848 gefordert worden war“ - so beschreibt er die Apotheose des jungen Kaiser Franz Josef, die als aufwendige Skulptur in die Kaminuhr eingearbeitet ist. Der wertvolle Zeitmesser ist also nicht nur Kunstobjekt, sondern auch Zeitdokument eines bedeutenden historischen Ereignisses - auch wenn eben jene demokratiebestrebende Verfassung von 1848 bereits vier Jahre später wieder außer Kraft gesetzt wurde. Umso interessanter, was solche Memorabilien über ein Jahrhundert später wert sein könnten … Was schätzen Sie...?!

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Karl Hohenlohe, Kurt Baldrian und Regina Herbst - und in der Mitte das Venezianische Albarello.

Klosterdekor + Wandheilige

Ein Apotheker namens Baldrian und Figurenuhren, die ein Bundesland symbolisieren - Der Kremser Apothekenbetreiber Kurt Baldrian hält für Moderator Karl Hohenlohe wohl eines der ältesten Objekte der Sendungsgeschichte parat: ein Venezianisches Albarello (Apothekengefäß) aus dem 16. Jahrhundert, dekoriert mit Rollblatt-Dekor und einem geheimnisvollen Klosterwappen! Welche außergewöhnlichen Substanzen in diesem Gefäß aufbewahrt wurden, eröffnet Raum für Spekulationen… Sylvia Gleinser ist ebenfalls Apothekerin, allerdings aus dem Tiroler Stubaital - und ihre aufwendig dekorierten Wanduhr-Skulpturen entpuppen sich auf dem Tisch der Experten kurzerhand als Pärchen-Personifikation des geschichtsträchtigen Bundeslandes Tirol! Das diese minutiös geschnitzten Holzfiguren wesentlich mehr können als nur die Uhrzeit anzuzeigen, verblüfft dann nicht nicht nur Frau Gleinser… Schalten Sie ein und schätzen Sie mit!

Moderator: Karl Hohenlohe
Kunst- und Antiquitätenmagazin, 2017


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Was schätzen Sie..?

    Das Antiquitätenmagazin erzählt diesmal von Biedermeier-Lustern und ihren geheimnisumwobenen Geschichten, Renaissance-Gemälden mit Philosophen auf Kupferplatte und historischen Teleskopen eines Fernrohrkonstrukteurs, der einmal als einer der bedeutendsten Instrumentenbauer Mitteleuropas galt.

  • Was schätzen Sie..?

    In der neuen Ausgabe des berüchtigten Kunstmagazins begibt sich der Moderator diesmal eigenständig auf eine Einkaufstour mit der Suche nach den außergewöhnlichsten und preiswertesten Antiquitäten der Wiener Flohmarktszene

  • Was schätzen Sie..?

    In der ersten Ausgabe von „Was schätzen Sie..?“ nach der Sommerpause geht es mit viel Sommerfrische wohlig weiter: Karl Hohenlohe begrüßt seine Gäste im Rahmen einer Sondersendung aus einem besonderen Ambiente, in dem bereits Kaiser, Komponisten und Staatskanzler über Jahrzehnte auf Kur gegangen sind: mitten aus der geschichtsträchtigen Kaiserstadt Bad Ischl!

  • Was schätzen Sie..?

    Die Juni-Ausgabe wird bunt mit neuen Kunstgegenständen und abenteuerlichen Geschichten, weltenbummlerisch und etwas makaber. Karl Hohenlohe entführt vor der Sommerpause in den indischen Subkontinent, über die Gipfel des Schweizer Jura und in die Weinberge vor den Toren Wiens.