Im Brennpunkt am Donnerstag

Indien: Die unsichtbaren Witwen

Die Sünden einer Witwe sind verantwortlich für den Tod ihres Mannes - so ein Aberglaube. Aktivisten kämpfen in Indien gegen die Stigmatisierung von jungen Witwen an.

Im Brennpunkt: Indien: Die unsichtbaren Witwen

Dokumentation, 2015

Donnerstag, 23.3.2017, 21.55 Uhr
Wh. Fr 02.20 Uhr

Ein alter indischer Aberglaube besagt, dass die Sünden einer Witwe für den Tod ihres Ehemannes verantwortlich sind. Bis ins 19. Jahrhundert war es deshalb üblich, dass die Witwe gemeinsam mit ihrem verstorbenen Mann eingeäschert wird oder kurz nach dem Tod ihres Gatten Selbstmord begeht. Das ist inzwischen zwar verboten, trotzdem ist es Brauch, dass Witwen für den Tod ihrer Ehemänner beschuldigt werden und ein Leben lang Buße tun müssen.

Im Brennpunkt 
Indien: Die unsichtbaren Witwen 
Originaltitel: The Invisible Women: Outcast Widows in India

ORF/RT Documentary

Witwen beim Essen holen.

Sie schneiden sich die Haare ab, müssen weiße Saris tragen und dürfen keinen Feierlichkeiten beiwohnen. Eine erneute Hochzeit ist ihnen ebenso untersagt. Manche Familien zwingen Witwen gar dazu, ihr Zuhause zu verlassen und auf den Straßen zu betteln. Da es in Indien noch immer zur Zwangsheirat von Kindern kommt, können auch Mädchen in jungem Alter in diese Lage geraten. Die gesellschaftliche Stigmatisierung und Ausgrenzung von Witwen aus dem öffentlichen Leben ist zwar noch immer stark, ein langsamer Wandel hat jedoch eingesetzt. Aktivisten setzen sich nun für Witwen ein, um diesen „unsichtbaren“ Frauen eine Stimme zu verleihen und ein Bewusstsein für ihre Lage zu schaffen.

Im Brennpunkt 
Indien: Die unsichtbaren Witwen 
Originaltitel: The Invisible Women: Outcast Widows in India

ORF/RT Documentary

Witwen beim Betteln auf der Straße.

The Invisible Women: Outcast Widows in India
Dokumentation, 2015


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