Programmschwerpunkt

Hugo Portisch zum 90er

Der Doyen des österreichischen Qualitätsjournalismus feiert am Sonntag, dem 19. Februar seinen 90. Geburtstag. Dieses Jubiläum würdigt ORF III von 17. bis 19. Februar mit einem umfassenden Programmschwerpunkt.

Freitag, 17.2, 20.15 Uhr

Aufregend war es immer

Doku-Trilogie, 2017

Dreiteilige Dokumentation von Karo Wolm und Wolfgang Winkler nach der gleichnamigen Biografie von Hugo Portisch.

Mehr dazu: „Aufregend war es immer“

Hugo Portisch

ORF

Hugo Portisch

Freitag, 17.2.2017, 21.10 Uhr
Wh. 23.35 Uhr und Sa 13.35 Uhr

Österreich II: Aufbruch aus dem Chaos

Dokumentation, 2013

In den Straßen von Wien wird gekämpft. In der Stadt gibt es weder Verkehrsmittel noch Telefon, dafür Ausgehverbote, Standrecht und Willkür und doch erfolgt aus diesem Chaos ein politischer Aufbruch ohnegleichen: Beherzte Frauen und Männer finden über Kampflinien und Trümmer hinweg zueinander, gründen die demokratischen Parteien, errichten den überparteilichen Gewerkschaftsbund.
Mehr dazu: Österreich II: Aufbruch aus dem Chaos

Samstag, 18.2., 20.15 Uhr

Aufregend war es immer

Doku-Trilogie, 2017

Dreiteilige Dokumentation von Karo Wolm und Wolfgang Winkler nach der gleichnamigen Biografie von Hugo Portisch.

Mehr dazu: „Aufregend war es immer“

Samstag, 18.2.2017, 21.05 Uhr
Wh. So 04.40 Uhr

Österreich II: 1968 - Jahr des Aufbruchs, Jahr des Umbruchs

Dokumentation, 2015

1968 - die Welt ist aus den Fugen geraten: Jugendrevolte und Rundfunkreform in Österreich. Der Krieg der USA in Vietnam erreicht seinen Höhepunkt. Und gegen diesen Krieg revoltiert die Jugend nicht nur in Amerika, sondern bald auch in Europa. Und sie revoltiert gegen die Gesellschaftsordnung, die ihr überholt und verknöchert erscheint.
Mehr dazu: Österreich II: 1968 - Jahr des Aufbruchs, Jahr des Umbruchs

Samstag, 22.45 Uhr
Wh. Mo 03.00 Uhr

Friede durch Angst

Dokumentation, 2001

Die preisgekrönte Reportage aus dem Jahr 1969 zeigt spektakuläre Einblicke in die Atom-Arsenale der USA. Eine eindrucksvolle Zeitreise zum Höhepunkt des Kalten Krieges, der die Welt in die atomare Vernichtung hätte führen können.
Mehr dazu: Friede durch Angst

Samstag, 23.40 Uhr

Nach Peking und zurück: Am Rande des Nixon Besuches in China

Dokumentation, 1972

Reporter und Kameraleute am Rande des Nixon-Besuches in China. Es war ein bedeutender Schritt 1972 zur Verbesserung der diplomatischen Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und den USA. Zum ersten Mal besuchte ein amerikanischer Präsident das Land - und das obwohl die Vereinigten Staaten als erbitterter Feind angesehen wurde.

Hugo Portisch war für das österreichische Fernsehen hautnah dabei.

Sonntag, 19.2.2017, 13.20 Uhr

China: Ein Riese erwacht

Dokumentation, 1996

Nirgendwo in der Welt wächst die Wirtschaft so schnell wie in China. 1,2 Milliarden Menschen sind dabei, den industrialisierten Westen einzuholen: Mit kapitalistischen Methoden, aber einer kommunistischen Regierung. Eine unglaubliche Mischung, ein noch nie dagewesenes Experiment.

Acht Wochen hat Hugo Portisch für den ORF China bereist und seine Bestandsaufnahme in einem spannenden Filmberichten vorgelegt.

China 
Ein Riese erwacht

ORF/Hugo Portisch GmbH/Christine Graf

Fast 22.000 Kilometer legten Hugo Portisch und sein Team in China zurück, wobei sie die Reise in fast alle Teile des Landes führte. Die große Mauer steht dabei symbolisch für die viertausendjährige Geschichte Chinas. Aber sie spielt heute auch eine andere Rolle - sie bringt auf vielerlei Art Devisen für die rasante Wirtschaftsentwicklung Chinas.

Sonntag, 14.55 Uhr

Brasilien: Vom Urwald in den Weltraum (1/2)

Dokumentation, 1997

Brasilien ist wahrscheinlich das Land, das für die Zukunft der Menschheit mehr beizutragen haben wird, als jedes andere. Es birgt die größten Naturreserven der Erde, darunter den tropischen Regenwald - seine Existenz bestimmt das Klima der ganzen Welt -, seine Artenvielfalt ist die größte Genreserve unseres Planeten. Doch Brasilien hat auch den Sprung in das hochtechnologische Zeitalter getan. Das Land ist fast so groß wie Europa und hat 160 Millionen Einwohner. Es ist damit auch der größte Markt der südlichen Hemisphäre und spielt bei der Globalisierung eine immer größere Rolle.

Die Dokumentation führt Brasiliens Ringen um die Bewältigung beider Aufgaben spannend vor Augen.

Brasilien: Vom Urwald in den Weltraum

ORF/Hugo Portisch GmbH/Christine Graf

Hugo Portisch. Die andere Seite Brasiliens - die hochmoderne Handels- und Industriemetropole Sao Paulo. Fast alle großen Firmen der Welt haben hier Niederlassungen und Erzeugungsstätten.

Sonntag, 16.35 Uhr

Brasilien: Vom Urwald in den Weltraum (2/2)

Dokumentation, 1997

Der zweite Teil der Brasilien-Dokumentation von Hugo Portisch bringt viele Überraschungen: Indianer, die selbst Gold schürfen, Bäume fällen und Sägewerke betreiben wollen; eine schwarze Senatorin, die in der Favela, im Armenviertel wohnt, aber viel zu reden hat; Künstler, die Straßenkinder betreuen; ein Staatspräsident, der begeistert ist, dass das Fernsehen brennende Wälder gezeigt hat; Viehzüchter, die ihre Rinder gegen Touristen tauschen wollen; Alkohol als Treibstoff für Autos an allen Tankstellen; Müll, der gegen Lebensmittel eingetauscht wird und ein Fest der Liebe, das dreißig Nächte dauert.

Brasilien: Vom Urwald in den Weltraum

ORF/Hugo Portisch GmbH/Christine Graf

Alter Fischer am Amazonas: Würden sich alle, so wie er, mit dem Fischfang bescheiden, stünde es um die Erhaltung der Artenvielfalt im Regenwald bedeutend besser.

Sonntag, 17.45 Uhr

Im Banne Madagaskars: Land der Ahnen und Lemuren (1/2)

Dokumentation, 1995

Für seine zweiteilige Dokumentation bereiste Hugo Portisch die entlegensten Winkel der geheimnisvollen Insel. Der Doyen des Dokumentarfilms liefert verblüffende Einsichten in die einzigartige Kultur und die unvergleichliche Tier- und Pflanzenwelt Madagaskars. Viele Lemuren- und Chamäleonarten etwa sind nur auf Madagaskar zu finden. Die einzigartige Fauna findet sich auch im Ahnenkult der Madagassen wieder. Es gelang Hugo Portisch sogar, mit der Kamera bei einer der berühmten Totenumbettungszeremonien dabei zu sein.

Im Banne Madagaskars

ORF/Christine Graf

Menschen auf Madagaskar: Sie kamen aus Indonesien und aus Afrika und haben die Bräuche ihrer früheren Heimat mitgebracht.

Sonntag, 18.35 Uhr

Im Banne Madagaskars: Das blutende Paradies (2/2)

Dokumentation, 1995

Im zweiten Teil des Madagaskar-Portraits widmet sich Hugo Portisch besonders dem problematischen Spannungsfeld zwischen Tradition, Wirtschaft und Umwelt. Die heiligen Zebus, die Höckerrinder, gelten den Madagassen als Mittler zwischen den Lebenden und den Toten und werden deshalb nicht zum Verzehr geschlachtet. Sich ständig ausdehnender Reisanbau hat Waldrodungen und Bodenerosion in gigantischem Ausmaß zur Folge. Die Lebensräume für die einzigartige Tierwelt ist bedroht. Export von den betörend duftenden Essenzen der Ylang Ylang-Blüte und sanfter Tourismus könnten Wege aus der wirtschaftlichen Krise weisen - ohne die Umwelt zu zerstören.

Im Banne Madagaskars

ORF/Christine Graf

Das Resultat der Urwald-Rodungen auf Madagaskar: Kahle Hügel, Erosionsschäden. Hier gab es vor nicht allzu langer Zeit noch Urwald mit tausenden Tier- und Pflanzenarten.

Sonntag, 19.25 Uhr
Wh. Mo 04.00 Uhr

Das geheimnisvolle Leben der Pilze

Dokumentation, 2004

Weltweit gibt es über 100.000 bekannte Pilzarten, und alleine in Mitteleuropa sind 3.000 Großpilze der Wissenschaft bekannt, wenngleich auch nicht lückenlos erforscht: bis heute gelten Pilze als rätselhafte und geheimnisvolle Lebensformen, da sie weder Tieren noch Pflanzen zuzuordnen sind.

Der Film führt von den Pilzrevieren Österreichs bis in die Tropen. Gezeigt werden uralte Pilzmythen, schamanistische Rituale oder pilzzüchtende Insekten ebenso, wie der heilbringende Schimmelpilz „Penicillin“ oder die Tatsache, dass Steinpilze, trotz modernster wissenschaftlicher Erkenntnisse, bis zum heutigen Tag nicht kommerziell züchtbar sind.

Pilzliebhaber Hugo Portisch liefert interessante Details zum geheimnisvollen Leben der Pilze.

Sonntag, 19.2., 20.15 Uhr

Aufregend war es immer

Doku-Trilogie, 2017

Dreiteilige Dokumentation von Karo Wolm und Wolfgang Winkler nach der gleichnamigen Biografie von Hugo Portisch.
Mehr dazu: Aufregend war es immer

Sonntag, 21.05 Uhr

Österreich II: Auf dem Weg nach Europa

Dokumentation 2015

Die neu produzierte Bonusfolge aus der Doku-Reihe spannt den Bogen vom Rücktritt Kreiskys bis zum EU-Beitritt Österreichs. Hugo Portisch und Historiker Oliver Rathkolb haben auch die Entstehung dieses von Regisseur Karo Wolm gestalteten und von Wolfgang Winkler produzierten Films mit ihrem Know-how tatkräftig unterstützt.
Mehr dazu: Österreich II: Auf dem Weg nach Europa

Sonntag, 22.40 Uhr

Kuba - Rote Insel im Sturm

Dokumentation, 1980

Ostern 1980 in Havanna: Tausende Kubaner stürmen die Botschaft Perus und fordern politisches Asyl. Außerdem setzt eine Massenflucht aus Kuba in die USA ein. Was hat diesen Sturm ausgelöst? Wie sieht Kuba tatsächlich aus?

Hugo Portisch begibt sich 1980 in das von Fidel Castro regierte Land um Antworten auf diese Fragen zu finden. In der heutigen Umbruchzeit, in der sich Kuba befindet, ein beispielloses Zeitdokument eines Landes, das es so nicht mehr gibt.

Kuba - Rote Insel im Sturm

ORF

Dr. Carlos Raffael Rodrigez, Dr. Hugo Portisch

Sonntag, 23.30 Uhr

Südafrika: Die letzte Front der Weißen

Dokumentation, 1980

1980. Südafrikas Armee steht im Einsatz gegen Guerillas der SWAPO in Namibia. Schwarze Sabotagetrupps verüben Sprengstoffanschläge auf das größte Kohle-Öl-Hydrierwerk der Welt, fast täglich kommt es in den schwarzen Siedlungen zu blutigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Nach dem Sieg Mugabes in Zimbabwe soll Südafrika gezwungen werden, seine Vorherrschaft aufzugeben.

Der Ansturm kommt zu einem weltpolitisch heiklen Zeitpunkt. Nach der sowjetischen Intervention in Afghanistan und dem irakisch-iranischen Krieg sieht der Westen die Erdölregionen bedroht. Südafrika bietet sich als Stützpunkt zur Sicherung der Tankerroute rund um Afrika nach Europa und den USA an. Es produziert auch Bodenschätze, die der Westen sonst nur aus Russland beziehen könnte. Aber in der großen Auseinandersetzung schwarz gegen weiß in Südafrika kann der Westen nicht neutral bleiben, ohne Schwarzafrika zu verlieren. So wächst der innere und äußere Druck auf die weiße Regierung Südafrikas, das Rassenproblem zu lösen. Das führt zu schweren Spannungen im weißen Lager.

Prominente Führer der Weißen und Schwarzen, darunter der Vorsitzende der „Komitees der Zehn“ in Soweto, Dr. Motlana und der Südafrikanische Außenminister Botha kommen in der Dokumentation zu Wort.

Südafrika: Die letzte Front der Weißen

ORF/PORTISCH-RIFF GMBH

Trotz aller inneren Spannungen bietet sich Südafrika als Hüter der großen westlichen Öl- und Handelsrouten rund um Afrika an. Simonstown ist der größte Flottenstützpunkt südlich des Äquators.