zeit.geschichte am Samstag

Sonderauftrag Führermuseum Linz (1 + 2/2)

Der Dokumentarfilm berichtet von Hitlers größenwahnsinnigen Plänen, Linz in ein Kunstmekka zu verwandeln und beleuchtet darüber hinaus eine der spektakulärsten Rettungsaktionen in der Geschichte der Kunst.

Samstag, 11.2.2017, 21.05 Uhr
Wh. Mo 00.15 Uhr
Teil 1

Nie zuvor in der Geschichte Europas wurden mehr Kunstwerke geraubt oder zerstört, als im Zweiten Weltkrieg: mehr als 16 Millionen. Zurück blieben verlassene Museen, geschändete Kirchen, ausgebrannte Schlösser.

Den Anfang hatte das gigantische Unternehmen „Kunstraub“ mit dem Plan Adolf Hitlers genommen, Linz, die Stadt, in der er seine Kindheit und Jugend verbracht hatte, zu einem europäischen Kunst-Mekka umzubauen, mit einem Museum im Zentrum, das alle Kunstsammlungen der Welt in den Schatten stellen sollte.

In den folgenden Kriegsjahren schwärmten Einsatzgruppen verschiedener NS-Organisationen durch alle besetzten Länder Europas, um nach Schätzen für Hitlers Museum zu suchen. Keine Sammlung war vor ihnen sicher. Wichtigster Sammelpunkt der geraubten Kunstwerke wurde ein Museum im Herzen von Paris: Das Jeu de Paume.

Sonderauftrag Führermuseum Linz

ORF/Ottonia Media

Pieter Brueghel der Ältere: „Bauernhochzeit“

22.00 Uhr
Wh. Mo 01.10 Uhr
Teil 2

Im Pariser Museum „Jeu de Paume“ arbeitete die Kunsthistorikerin Rose Valland (1898-1980). Gemeinsam mit der französischen Resistance gelang ihr nach der Invasion von 1944 eine der spektakulärsten Rettungsaktionen in der Geschichte der Kunst. Anhand von Vallands Listen fanden britische und amerikanische Offiziere die gestohlenen Kunstschätze in einem österreichischen Bergwerk.

Sonderauftrag Führermuseum Linz

ORF/Ottonia Media

Kartenmaterial der amerikanischen Soldaten

Sonderauftrag Führermuseum Linz

ORF/Ottonia Media

Akten im Jeu de Paume

Sonderauftrag Führermuseum Linz

ORF/Ottonia Media

Eine der Akten im Jeu de Paume - Sogenannte entartete Kunst wird vernichtet

Dokumentation, 2005


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • 1944 - Kampf um Paris

    Anlässlich der bevorstehenden Präsidentschaftswahl in Frankreich beleuchtet ORF III in drei Zeitgeschichte-Dokumentationen die Geschichte des Landes im Zweiten Weltkrieg.

  • Im Bett mit dem Feind - Liebe und Sex im besetzten Frankreich

    Im Sommer 1940 eroberte Nazi-Deutschland Frankreich. Viele deutsche Soldaten gingen mit französischen Männern und Frauen Beziehungen ein. Seltenes Filmmaterial und Amateurfilme deutscher Soldaten zeigen die sexuelle Ausnahmesituation in der Zeit des Krieges und der Besetzung.

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    Georg Schütz wandelt in einer neuen Folge der „ORF-Legenden“ auf den Spuren von Schauspiellegende Fritz Eckhardt. Danach fragt die Doku „Kurt Sowinetz - Bei Regen und Wind“ warum das Multitalent nicht so prominent war wie etwa Helmut Qualtinger, und zuletzt präsentiert "Günther ‚Howdy‘ Schifter“ Österreichs ersten DJ.

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    1953 unterstützte die CIA im Iran einen Putsch, bei dem der demokratisch gewählte Premierminister Mossadegh gestürzt wurde. Es war die erste Geheimoperation des CIA, die auf einen politischen Umsturz abzielte. Was von den USA zunächst als Erfolg gefeiert wurde, führte 25 Jahre später zur Islamischen Revolution.