zeit.geschichte

Sonderauftrag Führermuseum Linz (1 + 2/2)

Der Dokumentarfilm berichtet von Hitlers größenwahnsinnigen Plänen, Linz in ein Kunstmekka zu verwandeln und beleuchtet darüber hinaus eine der spektakulärsten Rettungsaktionen in der Geschichte der Kunst.

Sonntag, 16.7.2017, 22.50 Uhr
Teil 1

Nie zuvor in der Geschichte Europas wurden mehr Kunstwerke geraubt oder zerstört, als im Zweiten Weltkrieg: mehr als 16 Millionen. Zurück blieben verlassene Museen, geschändete Kirchen, ausgebrannte Schlösser.

Den Anfang hatte das gigantische Unternehmen „Kunstraub“ mit dem Plan Adolf Hitlers genommen, Linz, die Stadt, in der er seine Kindheit und Jugend verbracht hatte, zu einem europäischen Kunst-Mekka umzubauen, mit einem Museum im Zentrum, das alle Kunstsammlungen der Welt in den Schatten stellen sollte.

In den folgenden Kriegsjahren schwärmten Einsatzgruppen verschiedener NS-Organisationen durch alle besetzten Länder Europas, um nach Schätzen für Hitlers Museum zu suchen. Keine Sammlung war vor ihnen sicher. Wichtigster Sammelpunkt der geraubten Kunstwerke wurde ein Museum im Herzen von Paris: Das Jeu de Paume.

Sonderauftrag Führermuseum Linz

ORF/Ottonia Media

Pieter Brueghel der Ältere: „Bauernhochzeit“

23.45 Uhr
Teil 2

Im Pariser Museum „Jeu de Paume“ arbeitete die Kunsthistorikerin Rose Valland (1898-1980). Gemeinsam mit der französischen Resistance gelang ihr nach der Invasion von 1944 eine der spektakulärsten Rettungsaktionen in der Geschichte der Kunst. Anhand von Vallands Listen fanden britische und amerikanische Offiziere die gestohlenen Kunstschätze in einem österreichischen Bergwerk.

Sonderauftrag Führermuseum Linz

ORF/Ottonia Media

Kartenmaterial der amerikanischen Soldaten

Sonderauftrag Führermuseum Linz

ORF/Ottonia Media

Akten im Jeu de Paume

Sonderauftrag Führermuseum Linz

ORF/Ottonia Media

Eine der Akten im Jeu de Paume - Sogenannte entartete Kunst wird vernichtet

Dokumentation, 2005


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Baumeister der Republik - Franz Vranitzky

    Franz Vranitzky war 11 Jahre lang österreichischer Bundeskanzler. Er bekannte als erster österreichischer Politiker offiziell in einer Rede vor dem Nationalrat die Mitschuld der Österreicher am Zweiten Weltkrieg und dessen Folgen. In seine Amtszeit fällt u.a. der Beitritt Österreichs zur EU.

  • Hannes Androsch. Ein politisches Portrait

    Anlässlich des 80. Geburtstages (18. April) von Hannes Androsch zeigt ORF III das TV-Portrait von Filmemacherin Helene Maimann, in dem sie die turbulente Laufbahn des Ex-SPÖ-Politikers und Industriellen, der einst mit nur 32 Jahren unter Bruno Kreisky österreichischer Finanzminister wurde, schildert.

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    Die knapp zweijährige Kanzlerkarriere von Alfred Gusenbauer ist, abgesehen von der Christian Kerns, die kürzeste Amtszeit eines Kanzlers in der Zweiten Republik.

  • Baumeister der Republik - Werner Faymann

    Werner Faymann war acht Jahre lang - von 2008 bis 2016 - österreichischer Bundeskanzler. Davor war er Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie im Kabinett Gusenbauer.