zeit.geschichte am Samstag

Wien - Hitlers Stadt der Träume

Die Dokumentation beschreibt die gewaltigen Ausbaupläne, die Adolf Hitler mit Wien vorhatte - jener Stadt, mit der ihn aus seiner Zeit als Künstler eine starke Hassliebe verband.

zeit.geschichte: Wien - Hitlers Stadt der Träume

Dokumentation, 2017

Trailer: zeit.geschichte (11.2.2017)

Samstag, 11.2.2017, 20.15 Uhr
Wh. So 08.30 und 23.25 Uhr,
Mi 14.10 Uhr

In seinen Wiener Künstlerjahren zwischen 1907-1913 gewann er Eindrücke, die sein Weltbild prägten. Er bewunderte die historistischen Bauten der Ringstraße, während er die Metropole mit ihrem Vielvölkergemisch der Habsburgermonarchie zutiefst verachtete. „Die Stadt ist in meinen Augen eine Perle! Ich werde sie in jene Fassung bringen, die dieser Perle würdig ist!“ verkündete er nach dem Anschluss Österreichs im März 1938. Die Kulturstadt Wien, nach der Eingliederung von 97 niederösterreichischen Gemeinden im November 1938, flächenmäßig zweitgrößte Stadt des Deutschen Reichs sollte das Tor zum Südosten werden, eine gigantische „Drehscheibe Ost“, ein „Hamburg des Ostens“.

Errichtet werden sollte unter anderem auch eine Gauhalle für 100.000 Menschen. Es sind Wiens Jahre als NS-Hochburg der Kultur unter den Rivalen Propagandaminister Goebbels und Gauleiter Baldur von Schirach. So gut wie alle der ambitionierten architektonischen Projekte blieben allerdings nur NS-Visionen.

Wien – Hitlers Stadt der Träume

ORF/Cinevision

Stadtplaner Klaus Steiner mit der Zeichnung der geplanten Gauhalle, nach den Plänen von Franz Pöcher.

Wien – Hitlers Stadt der Träume

ORF/Cinevision

Flakturm wurde unter den Nazis errichtet.

Wien – Hitlers Stadt der Träume

ORF/Cinevision

Jüdischer Friedhof Währing; Jüdische Friedhöfe blieben von der Bautätigkeit der Nazis nicht verschont und wurden teilweise zerstört.

Film von Anna Sigmund
Dokumentation, 2017


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Der Zweite Weltkrieg in Farbe

    Im März 1945 überschreiten die Alliierten den Rhein, im April erreicht die Rote Armee Berlin. Deutschland kapituliert. Der Pazifikkrieg wendet sich im Frühjahr 1943: die Vereinten Nationen haben den japanischen Vorstoß gestoppt und greifen nun an zwei Fronten an. Doch erst mit dem Einsatz der Atombombe kann Amerika Japan zur Kapitulation zwingen.

  • Die Verbrechen der Befreier - Amerikas dunkle Geheimnisse im Zweiten Weltkrieg

    Studien des US-Kriegsministeriums, die auf überproportional viele Übergriffe von US-Soldaten hinwiesen, wurden für geheim erklärt. ORF III zeigt den Streit um Disziplin und Militärjustiz mit enthüllenden Dokumenten und bewegenden Aussagen von US-Soldaten und Opfern.

  • Nordkorea

    Der Test einer Wasserstoffbombe durch Pjöngjang versetzt Südkorea und die USA in Alarmbereitschaft. Erstmals scheint die Gefahr, eine mit Atomsprengköpfen ausgestattete Rakete könnte von Nordkorea aus die USA erreichen, real. Diktator Kim Jong Un nannte seine Rakete ein „Geschenk“ für die „amerikanischen Bastarde“ zum Unabhängigkeitstag der USA.

  • Korea - Der vergessene Krieg

    Als der Koreakrieg am 27. Juli 1953 mit der Unterzeichnung eines Waffenstillstandabkommens endet, sind 940.000 Soldaten gefallen. Einen Friedensvertrag zwischen Nord- und Südkorea gibt es bis heute nicht. Der Koreakrieg ist einer der ersten Kulminationspunkte des Kalten Krieges, ein Stellvertreterkrieg zwischen Ost und West.