ORF III Spezial

pixel, bytes & film - Artist in Residence: Simone Bader „sculpture sculpting“

Welche Einblicke gewähren Künstlerinnen und Künstler in ihre Arbeit? Wie können unterschiedlichste Umsetzungs- und Vermittlungsmethoden miteinander verwoben werden? Gespräche über Bildhauerei.

Trailer: „sculpture sculpturing“ (6.11.2016)

Sonntag, 6.11.2016, 11.40 Uhr

Der Film „sculpture sculpting“ zeigt Gespräche über Bildhauerei in multipler Autorinnen- und Autorenschaft (2016) in diversen filmischen Auflösungen zu folgenden Fragestellungen:

Fragen zur Skulptur
Wie kann skulpturales oder bildhauerisches Arbeiten filmisch dargestellt werden? Gibt es erprobte Methoden, um Arbeitsprozesse abzubilden? Welche Beispiele sind bereits in der filmischen oder medialen Untersuchung vorhanden? Wie wird mit Skulptur in der Fotografie und in ihrer Repräsentation im Netz umgegangen?

Fragen zur Arbeit an der Skulptur
Welche Einblicke gewähren Künstlerinnen und Künstler in ihre Arbeit? Erlauben sie das Dokumentieren von Arbeitsprozessen? Wie unterscheiden sich Gesprächssituationen voneinander, die im Atelier, in der Galerie, im Ausstellungsraum oder via Skype stattfinden? Wie kann eine Gesprächssituation unter Kolleginnen und Kollegen entstehen, die nicht an eine Verhörsituation denken lässt und als welche sie Jean Genet mit Nigel Williams im Sommer 1985 für BBC2 empfunden hat?

Fragen zur Vermittlung der Arbeit an der Skulptur
Wie können mannigfaltige Überlegungen zur Darstellbarkeit von Skulptur sichtbar gemacht werden? Wie können unterschiedlichste Umsetzungs- und Vermittlungsmethoden ineinander verwoben werden?

Entstanden sind 6 Beiträge mit Gesprächen zwischen Lisa Rastl und Berlinde de Bruyckere im Museum Leopold, Martyn Reynolds und Simon Denny im Atelier in Berlin, Lucia Elena Prusa und Fernando Mesta über die Ausstellung Loyalties von Josef Strau bei HOUSE OF GAGA in Mexiko Stadt, Marita Fraser und Eva Grubinger über die Ausstellung „five problems“ im bloomberg space in London, Selina Lampe und Andreas Siekmann über das Arbeiten mit Ton/Lehm und 3D in Berlin, Gabriel Barbi und Ângela Ferreira in geschriebenen Bildern über Godard/Miéville, Agnes Varda, Maison Tropicale, Maputo/Moçambique, frelimo, Produktion und Reproduktion,...

Die Gespräche berühren Fragen in Bezug auf Bilder im world wide web und den eigenen Umgang mit digitalen Archiven, Fragen danach, wie Instagram als Feedbacksystem gesehen werden kann und wie sehr die eigene Arbeit von Bilderarchiven abhängig ist.

Idee:

Simone Bader

Beiträge:

Gabriel Barbi
Marita Fraser
Selina Lampe
Lucia Elena Prusa
Lisa Rastl
Martyn Reynolds

Pixel, Bytes & Film - Artist in Residence 
Simone Bader: Sculpture Sculpting (1/2)

ORF/Simone Bader

Wie Emile de Antonio 1973 in „painters painting“ Galeristen, Kunstkritiker, Maler und eine Malerin ins Bild rückt, die über ihren Zugang zur Malerei und ihre persönlichen Arbeitsprozesse und Zusammenhänge sprechen, so sind in „sculpture sculpting“ Bildhauerinnen, Bildhauer und ein Galerist befragt worden. Schon der Titel „painters painting“ weist bei de Antonio auf einen personenbezogenen Zugang hin: Maler und Malerinnen können im Englischen mit dem alle Geschlechter umfassenden Wort painters bezeichnet werden. Beim Titel „sculpture sculpting“ ist bewusst nicht vom Bildhauer / the sculptor oder der Bildhauerin / the sculptress die Rede. Um die Referenz deutlich zu machen und eine Entsprechung für de Antonios Titel zu finden hat Jonathan Quinn „sculpture sculpting“ vorgeschlagen. Es soll Gender übergreifend um die Bildhauerei und das Bildhauen gehen.

Über die Künstlerin:

Simone Bader ist Künstlerin und lebt und arbeitet in Wien. Seit 2001 arbeitet sie in der Textuellen Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien.


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • die_anderen_bilder

    Eine Festplatte, übriggebliebene Daten aus einem zehn Jahre vergangenen Projekt - 2008 entstand der erste Kurzspielfilm der Filmemacherin und Autorin Iris Blauensteiner.

  • All the Time we Need

    ORF III startet die neue Staffel „Pixel, Bytes & Film - Artist in Residence“ mit dem Kölner Künstler Philipp Hamann und seinem Projekt, in dem er vier audiovisuelle Briefe Menschen und Orten widmet, die ihn berühren.

  • Bruno Hoffmann - Bitte entschuldigen Sie die Störung

    Der Künstler widmet sich der Bedeutung der Leerstellen des Systems Fernsehen, indem er die Unterbrechung im Programmfluss und die daraus resultierende Pause, den Umgang der Fernsehmacher mit Störungen, und die Defekte und ihre Rückschlüsse auf die Machart von Systemen reflektiert.

  • Free Lunch Society Talk Show

    Das bedingungslose Grundeinkommen - die Argumente dafür und Stereotypen dagegen - ist Thema von Christian Tods Filmkunstwerk.