Pixel, Bytes & Film - Artist in Residence am Sonntag

Die Kunst ist tot. Lebt denn die neue Kunst?

In Ihrem Fernsehkunstwerk lädt die österreichische Regisseurin Alex Wieser drei Wegbereiter der österreichischen Medienkunst zur Selbstreflexion ein.

Trailer:

Sonntag, 7.2.2016, 11.40 Uhr
Wh. Mo 04.40 Uhr und Di 05.15 Uhr

In seinem Projekt lädt Alex Wieser drei Wegbereiter der österreichischen Medienkunst ein, sich mit ihrer Vergangenheit auseinander zu setzen:
Richard Kriesche, Hans Scheugl und Peter Weibel wird ein Spiegel vorgehalten, in dem sie jedoch nicht ihr gegenwärtiges Spiegelbild, sondern eine Projektion ihrer Vergangenheit sehen. Den Künstlern werden Ausschnitte aus alten ORF-Sendungen gezeigt, in denen sie ihre Meinung zum Thema Kunst und ihre Kunst selbst öffentlich machten. Dieses ausgewählte Archivmaterial umfasst Kunst-Formate des vergangenen TV-Jahrhunderts wie „Kultur Aktuell“, „Apropos Film“ und „Impulse“, sowie Talkformate wie den legendären „Club 2“.

Artist in Residence 
Die Kunst ist tot. Lebt denn die neue Kunst?

ORF/Alex Wieser

Richard Kriesche

Artist in Residence 
Die Kunst ist tot. Lebt denn die neue Kunst?

ORF/Alex Wieser

Hans Scheugl

Artist in Residence 
Die Kunst ist tot. Lebt denn die neue Kunst?

ORF/Alex Wieser

Peter Weibel

In einem Dialog des Künstlers mit seinem vergangenen „Ich“ soll ergründet werden, wie er und seine Kunst sich im Laufe der Jahrzehnte verändert haben. Trifft das, was er in den frühen 70er-Jahren gedacht hat, immer noch zu, oder sieht er die Dinge mittlerweile völlig anders? Steht er auch heute noch hinter den Kunst-Aktionen von damals? Würde er sie vielleicht sogar erneut durchführen? Wie sieht der Künstler sein vergangenes „Ich“? Was geht in ihm vor, wenn er daran erinnert wird, wie bzw. wer er einmal war?

Die lauten Stimmen in der Medienkunst

Die Projekte und Aktionen von Kriesche, Scheugl und Weibel waren von den 60er-Jahren bis in die 80er-Jahre die lauten Stimmen der Medienkunst. Sie waren mutig, provokativ und vor allem innovativ. Diese Künstler machten sich für jene Dinge stark, an die sie glaubten und pochten auf ihr Recht sich auszudrücken.

In der ersten Episode der neuen Reihe Pixel, Bytes & Film - ORF III Artist in Residence soll ergründet werden, ob und wie sich Kriesche, Scheugl und Weibel im Laufe der Jahrzehnte verändert haben. Waren sie damals nur die Erscheinung des revolutionären Charakters jener Zeit, oder machten die Erscheinungen von Kriesche, Scheugl und Weibel diese Zeit erst revolutionär?

Die Künstlerin

Alex Wieser ist eine junge österreichische Regisseurin und Cutterin. Ihr Hauptarbeitsfeld umfasst die Herstellung von klassischen TV-Formaten mit dokumentarischem Charakter. Besonderes Interesse hat die Regisseurin am filmischen Porträtieren von außergewöhnlichen Persönlichkeiten. Alex Wieser lebt und arbeitet in Wien. Website: www.alexwieser.at


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • „ME-Log“ Eni Brandner

    ME-Log ist eine Reflexion über künstliche und mediale Identitäten, die wir von uns selbst kreieren, und wie diese überzeichneten Bilder unser Bewusstsein manipulieren, und die Wahrnehmung von uns selbst und anderen beeinflussen.

  • die_anderen_bilder

    Eine Festplatte, übriggebliebene Daten aus einem zehn Jahre vergangenen Projekt - 2008 entstand der erste Kurzspielfilm der Filmemacherin und Autorin Iris Blauensteiner.

  • All the Time we Need

    ORF III startet die neue Staffel „Pixel, Bytes & Film - Artist in Residence“ mit dem Kölner Künstler Philipp Hamann und seinem Projekt, in dem er vier audiovisuelle Briefe Menschen und Orten widmet, die ihn berühren.

  • Bruno Hoffmann - Bitte entschuldigen Sie die Störung

    Der Künstler widmet sich der Bedeutung der Leerstellen des Systems Fernsehen, indem er die Unterbrechung im Programmfluss und die daraus resultierende Pause, den Umgang der Fernsehmacher mit Störungen, und die Defekte und ihre Rückschlüsse auf die Machart von Systemen reflektiert.