Kunst und Kultur am Dienstag

erLesen - Büchermagazin

Erwin Steinhauer, Bachmannpreis Anwärterin Valerie Fritsch, Jungautorin Sandra Gugic und Joesi Prokopetz sind diesmal Heinz Sichrovskys Gäste in der Buchsendung erLesen.

Trailer:

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Die Sendung 7 Tage als Video im Internet:

Dienstag, 30.6.2015, 20.15 Uhr
Wh. Mi 01.15 und 04.35 Uhr, Di 05.15 Uhr, Mi 01.55 Uhr, Do 14.45 Uhr und Sa 05.05 Uhr

Bevor für viele der verdiente Urlaub beginnt, empfehlen Heinz Sichrovsky und seine Gäste großartige Werke für die Sommer-Lektüre - die Bücher der beiden Aufsteigerinnen Valerie Fritsch und Sandra Gugic gehören dazu.

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ORF/ORF III/Livia Gruber

Erwin Steinhauer

Nachdem sich Erwin Steinhauer letztes Jahr in seiner Rolle als Leo Pfeffer im Stück „Die Schüsse von Sarajevo“ ins Jahr 1914 begeben hat, führt ihn seine aktuelle Filmproduktion „Kleine Große Stimme“ ins Österreich der 50er Jahre. Darin flüchtet ein Waisenjunge durch die Besatzungszonen, um seinen Traum, bei den Wiener Sängerknaben singen zu dürfen, zu verwirklichen. „Alt aber Polt“ heißt die neue und letzte Folge der Polt-Reihe - sie soll verfilmt werden.

Erwin Steinhauer findet, dass es endlich an der Zeit ist, unsere Tore und Herzen zu öffnen: die Flüchtlinge müssen hereingelassen werden.

In der Sendung erzählt er, was er gerade liest, worüber er lachen kann und wie es um die Kabarettszene in Österreich bestellt ist.


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ORF/ORF III/Livia Gruber

Valerie Fritsch

Träumerisch, wenn auch beängstigend, ist die Grundstimmung in Valerie Fritschs beeindruckendem Roman „Winters Garten“. Der 26-jährigen Grazerin gelang mit ihrer apokalyptischen Geschichte, rund um Vogelzüchter Anton Winter, der Durchbruch und das nicht nur weil ihr Verleger niemand geringerer ist, als der renommierte Suhrkamp Verlag. Ab 1. Juli liest sie als eine von fünf österreichischen Autoren in Klagenfurt um den Bachmann-Preis.

Valerie Fritsch ist keine ängstliche Person. Alleine fährt sie immer wieder durch Afrika ... .


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ORF/ORF III/Livia Gruber

Sandra Gugic

Ebenfalls eine vielversprechende Zukunft prophezeit man Newcomerin Sandra Gugic. Sie hat am Leipziger Literaturinstitut studiert. In ihrem Debütwerk „Astronauten“ treffen sechs Wegsuchende aufeinander, die nicht nur den Kontakt zu ihrer Vergangenheit, sondern auch den Boden unter den Füßen verloren haben.

Langeweile interessiert die Autorin als unmittelbarer Ausdruck von Leere und Stillstand, von Desillusionierung und Einsamkeit, als Fremdheitsgefühl gegenüber der äußeren Welt. „Dahinter steht“, meint Sandra Gugic, „die Sehnsucht nach zwischenmenschlichen Begegnungen, die nicht spurlos vorbeiziehen, nach äußeren und inneren Veränderungen, die nachhaltig sind.“


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ORF/ORF III/Livia Gruber

Joesi Prokopetz

Joesi Prokopetz sieht einen Wandel im österreichischen Kabarett. Es freut ihn, dass seine Texte für einige Austropopper immer noch bekannt sind - der Sieg von Conchita Wurst war für ihn jedoch nur ein kleiner Schritt Richtung Offenheit und Toleranz.

Joesi Prokopetz hat den oft verschmähten vorletzten Worten, ein ganzes Buch plus Bühnenprogramm gewidmet. Außerdem verrät er, dass vorletzte Worte auch manchmal die letzten sein können. Und um sich ganz an Karl Marx (1818-1883) zu halten, sind letzte Worte ja schließlich auch nur für Narren, die noch nicht genug gesagt haben.


Bücher der Gäste:

„Winters Garten“, Valerie Fritsch
„Astronauten“, Sandra Gugic
„Vorletzte Worte“, Joesi Prokopetz

Neuerscheinungen:

„Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek“, David Whitehouse
„Tod zwischen den Zeilen“, Donna Leon
„Die Sturmrose“, Corinna Bomann
„Diebe und Vampire“, Doris Dörrie
„Trotz des Tosens der Kanone“, Fritz Kreisler
„Erfreuliche Bilanz“, Christine Busta
„Schwestern der Revolution“, Arabelle Bernecker und Susanne Glass
Tischbeinbuch: „Nichts gegen blasen“,
Jacinta Nandi

Literaturtipp abseits des Neuerscheinungsgetöses:

„Peer Gynt“ von Henrik Ibsen/Christian Morgenstern


Quizfrage: Unsere Frage betrifft Christian Morgenstern: Nennen Sie den
Titel eines seiner poetischen, skurrilen Gedichtzyklen.


Moderation: Heinz Sichrovsky
Büchermagazin, 2015

Kontakt erLesen-Redaktion:
erlesen@orf.at



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