zeit.geschichte am Samstag

Nazi Kollaborateure: Pierre Laval

Seine Aktivitäten während des Zweiten Weltkrieges spalten bis heute die französische Gesellschaft. Wurde er durch die Zusammenarbeit mit Hitler zum Beschützer seiner Landsleute oder zum Nazi-Kollaborateur?

Trailer: zeit.geschichte (22.4.2017)

Samstag, 22.4.2017, 22.05 Uhr
Wh. So 09.00 und 23.50 Uhr

Für die meisten Franzosen war der Gegenspieler von Charles De Gaulle (1890-1970), Nazikollaborateur und ehemaliger Minister des Vichy-Regimes Pierre Laval (1883-1945), ein hinterhältiger Verräter und menschlicher Schandfleck.

Nazi Kollaborateure 
Pierre Laval

ZDF/Time & Life Pictures/Getty Image/Lucien Aigner

Pierre Laval

Der frühere Sozialist und Pazifist verurteilte die Nationalsozialisten anfänglich aufs Schärfste. Allerdings bot ihm eine Zusammenarbeit mit ihnen viele zusätzliche Befugnisse. So arrangierte er sich mit ihnen, holte in ihrem Auftrag Zwangsarbeiter nach Deutschland und organisierte die Deportation von Juden. Pierre Laval wurde damit zum Mittäter und Unterstützer des nationalsozialistischen Regimes.

Nazi Kollaborateure 
Pierre Laval

ZDF/Popperfoto/Getty Images

Paris, 10. Oktober 1945: Pierre Laval vor Gericht, wo er nach dem Zweiten Weltkrieg wegen Hochverrats zum Tode verurteilt wurde.

Im Oktober 1945 wurde er von einem Erschießungskommando hingerichtet.

Dokumentation, GB 2010


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Der Zweite Weltkrieg in Farbe

    Im März 1945 überschreiten die Alliierten den Rhein, im April erreicht die Rote Armee Berlin. Deutschland kapituliert. Der Pazifikkrieg wendet sich im Frühjahr 1943: die Vereinten Nationen haben den japanischen Vorstoß gestoppt und greifen nun an zwei Fronten an. Doch erst mit dem Einsatz der Atombombe kann Amerika Japan zur Kapitulation zwingen.

  • Die Verbrechen der Befreier - Amerikas dunkle Geheimnisse im Zweiten Weltkrieg

    Studien des US-Kriegsministeriums, die auf überproportional viele Übergriffe von US-Soldaten hinwiesen, wurden für geheim erklärt. ORF III zeigt den Streit um Disziplin und Militärjustiz mit enthüllenden Dokumenten und bewegenden Aussagen von US-Soldaten und Opfern.

  • Nordkorea

    Der Test einer Wasserstoffbombe durch Pjöngjang versetzt Südkorea und die USA in Alarmbereitschaft. Erstmals scheint die Gefahr, eine mit Atomsprengköpfen ausgestattete Rakete könnte von Nordkorea aus die USA erreichen, real. Diktator Kim Jong Un nannte seine Rakete ein „Geschenk“ für die „amerikanischen Bastarde“ zum Unabhängigkeitstag der USA.

  • Korea - Der vergessene Krieg

    Als der Koreakrieg am 27. Juli 1953 mit der Unterzeichnung eines Waffenstillstandabkommens endet, sind 940.000 Soldaten gefallen. Einen Friedensvertrag zwischen Nord- und Südkorea gibt es bis heute nicht. Der Koreakrieg ist einer der ersten Kulminationspunkte des Kalten Krieges, ein Stellvertreterkrieg zwischen Ost und West.