Erinnerungen

Zeitzeugen erzählen: „Die Kronzeugin“ Zita von Bourbon Parma

Die neue ORF-III-Reihe zeigt historisch wertvolle Interviews, technisch auf den neuesten Stand gebracht, mit Persönlichkeiten, die Geschichte, Kunst, Kultur und Politik unserer Republik geprägt haben.

Trailer:

Dieses Element ist nicht mehr verfügbar

Montag, 14. April 2014, 23.20h
Wh. Di 03.05 Uhr und 12.00 Uhr
Die Sendung im Internet: tvthek.orf.at

Die Lebenserinnerungen von Zeitzeugen des vergangenen Jahrhunderts sind 14-täglich montags im Anschluss an den Doku-Abend, zu sehen. Die Reihe beginnt mit einem ausführlichen Interview mit Zita von Bourbon-Parma (1892-1989), der letzten Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn. Die „Kronzeugin“ des Falls der Donaumonarchie erzählte 1972 erstmals über ihr Leben als entthronte Kaiserin.

Erinnerungen - Zeitzeugen erzählen 
"Die Kronzeugin" Zita v. Bourbon Parma

ORF

Erich Feigl (1931-2007) und Kaiserin Zita von Bourbon-Parma (1892-1989)

Das Archiv des ORF hütet einen großen Teil des nationalen Gedächtnisses. Dieser Schatz wäre wertlos, würde er nicht von Zeit zu Zeit gehoben und nachfolgenden Generationen ins Bewusstsein gerückt. In dieser Serie kommen ausschließlich Zeitzeugen mit ihren Erinnerungen zu Wort. Es sind subjektive Darstellungen und Berichte über mittlerweile historische Ereignisse. Sie erheben keinen Anspruch auf Objektivität oder Vollständigkeit, aber sie gewähren tiefe Einblicke in die Lebenswelt der Menschen, in ihre Hoffnungen und Enttäuschungen, ihre Erfolge und Verluste.

Vor 95 Jahren, am 24. März 1919, musste Zita gemeinsam mit ihrem Mann, Kaiser Karl, Österreich verlassen und auf Madeira ins Exil gehen. Sie hatte erheblichen Einfluss auf ihren Mann, den Kaiser, und hielt bis zu ihrem Tod 1989 am Kaisertum von Gottes Gnaden fest. Kaiser Karl durfte auch nicht abdanken sondern lediglich auf die Ausübung der Regierungsgeschäfte verzichten.

Nahezu ein halbes Jahrhundert später war die Ex-Kaiserin 1972 ein einziges Mal bereit, über ihr Leben und damit auch über den Untergang der Monarchie für den soeben reformierten ORF zu berichten. Gefilmt wurde damals noch in schwarz-weiß. Fragen ließ sie nicht zu, sie schilderte als 80jährige ohne technische Hilfsmittel den Weg in den Untergang aus ihrer sehr persönlichen Sicht. Breiten Raum nehmen dabei die Friedensbemühungen ihres Mannes ein. Detailiert schildert sie das Ende der Monarchie im Schloss Schönbrunn, die Versuche der Restauration in Ungarn und den Tod des Kaisers auf Madeira.

Moderation: Christoph Takacs
Gestaltung: Werner Mück

Dokumentation, 1972/2014


Vorschau:

In der zweiten Ausgabe (Montag, 28. April, 23.20 Uhr) stehen Menschen im Vordergrund, die das Ende der Monarchie persönlich miterlebt oder an den Fronten als Kriegsteilnehmer gekämpft haben, wie beispielsweise Schriftsteller Rudolf Henz, der frühere Linzer Bürgermeister Ernst Koref und zahlreiche Frontsoldaten.

Über Widerstand gegen den Nationalsozialismus sprechen Fritz Molden und Ruth Mayenburg in den darauffolgenden zwei Ausgaben (Montag, 12. Mai, 00.00 Uhr, bzw. Montag, 26. Mai, 23.50 Uhr).


Weitere Sendungen dieser Reihe: