ORF III Künstlerprojekt

artist in residence

ORF III hat es sich zur Aufgabe gemacht, zeitgenössische Kunst sinnvoll im TV umzusetzen. Dabei entsteht Fernsehkunst, die von Künstlern und Künstlerinnen speziell für das Programm und das Fernsehpublikum entworfen wird und sich mit den spezifischen Eigenschaften des Mediums auseinandersetzt.

Das Projekt / Zweite Staffel:

artist in residence ist ein junges Projekt, das Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit gibt, Fernsehkunst zu machen. ORF III Kultur und Information zeigt jedes Monat ein neues Projekt zeitgenössischer Fernsehkunst. Nach der erfolgreichen ersten Staffel kommen nun seit November 2014 einmal im Monat die Arbeiten der zweiten Staffel zur Ausstrahlung. Aktuell werden die Beiträge einmal pro Monat, montags ausgestrahlt.

Dabei sind diesmal: Amina Handke, Station Rose, Friedrich Zorn, Susanne Schuda, Herwig Steiner, Anna T., Michaela Schwentner, Bruno Hoffmann, Caroline Heider, Der Laute Punkt, Gero Denning, Alexander Karl Feld und Michael Ripolt und Michael Geyer.

Die Beiträge der zweiten Staffel im Internet:


Die bereits ausgestrahlten Werke 2013 stehen als Videos auf dieser Website zur Verfügung:

  • Im März 2013 präsentierte Christoph Schwarz seinen Film „Der Sender schläft“, für den er im ORF Zentrum am Küniglberg ein Monat Quartier bezogen hat.
  • In Anahita Razmi 8-teiligem TV-Kunstwerk lesen ORF-Moderatoren und Moderatorinnen in bekannt-gewohnten Studiosettings ein künstlerisches Manifest aus dem Jahre 1952.
    Mehr dazu: Replays/Replace
  • Im Mai 2013 präsentierte die deutsche Künstlerin Anna Louisa Wolff ihre installative Doku-Animation „Set Fire To My Heart“ über das „Verliebtsein“ als chaotischer Zustand.
  • Im Juni 2013 zeigte ORF III Thomas Taubes Videoarbeit „Sorry that I asked“ um das Medium Fernsehen und was es in der Vergangenheit ausmachte, in der Gegenwart ist und zukünftig sein könnte.
  • Im September 2013 präsentierte das iranisch-österreichische Künstlerduo Betsabeh Aghamiri und Gerald Grestenberger den siebenten Teil ihrer Reihe zur Demokratiepolitik „polis-pollis-politics“ in Form eines Fernsehkunstwerks.

Kommentare:

ORF III Programmchef Peter Schöber zieht nach der Präsentation der ersten sieben Fernsehkunstwerke positiv Bilanz: „Das Konzept geht bisher wunderbar auf: Zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen dezidiert für das Medium Fernsehen Kunst entwerfen und produzieren zu lassen, hat eine ganz eigene Qualität und Unmittelbarkeit. Spannend ist vor allem der Blickwinkel den diese jungen Kunstschaffenden mitbringen und die oftmals humorvolle und bisher immer intelligente Auseinandersetzung mit den Fassetten und Gegebenheiten des Mediums.“

Kulturbeiratsvorsitzender Gerhard Weis sieht im Artist-in-Residence Programm von ORF III einen „wichtigen Anstoß in Richtung des weiteren Ausbaus der öffentlich rechtlichen Bühnenfunktion“. Darüber hinaus hebt er hervor, dass der ORF besonderen Wert darauf legt, den jungen Kunstschaffenden alle Rechte an ihren Fernsehkunstwerken einzuräumen, was ihnen die Möglichkeit gibt die Arbeiten ohne Einschränkungen national als auch international zu verbreiten.

Koordiniert und betreut wird das Programm von FM4 Mitarbeiterin Judith Revers, die sich in ihrer Dissertation an der Akademie der bildenden Künste Wien mit dem Verhältnis von zeitgenössischer Kunst und öffentlich-rechtlichem Fernsehen auseinandersetzt.


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • artist in residence: Quotenpublikum

    In ihrem Beitrag präsentiert Amina Hanke in Anlehnung an Arbeiten von Valie Export und Bill Viola einen vielfältigen Publikumsquerschnitt aus 13 kurzen Einzelporträts, die über den Tag verteilt zwischen 9.00 und 0.45 Uhr in ORF III gezeigt werden.

  • Klub Zwei - „BILDgenerationen“

    Das letzte Fernsehkunstwerk der ersten Staffel des „Artist in Residence“-Programms von ORF III ist „BILDgenerationen“, eine Archivarbeit von Klub Zwei.

  • monochrom "Die Gstettensaga: The Rise of Echsenfriedl

    Unter der Regie von Johannes Grenzfurthner (unterstützt vom Medienkollektiv Traum&Wahnsinn) realisiert monochrom eine postapokalyptische Sci-Fi-Fantasy-Horror-Groteske über die Mediensphäre der Nachnachkriegszeit.

  • GinGa - „in residence“

    Im Februar 2014 präsentiert die österreichische Alternativ-Popband GinGa das Fernsehkunstwerk „in residence“.