Themenmontag

Bauernleben - Bauernsterben

Von abgelegenen Bergbauernhöfen bis zu einem der größten Milchbauern Österreichs - Peter Liska gibt in seiner Dokumentation Einblicke in Sorgen und Nöte von landwirtschaftlichen Kleinst- und Großbetrieben.

Themenmontag: Bauernleben - Bauernsterben

Dokumentation, 2017

Montag, 16.04.2018, 21.00 Uhr
Wh. Di 00.25 und 03.40 Uhr

Österreichs Bauern sind das Rückgrat unseres Landes und dennoch werden es seit Jahrzehnten immer weniger. Sie erhalten Kulturlandschaften, produzieren, was bei uns den Kühlschrank füllt, und führen einen Kampf ums Überleben: gegen den freien Markt, die Globalisierung und den Preisverfall.

Viele Landwirte sind vorsichtig, ja skeptisch, wenn Journalisten anrufen, die sich für ihre Lebensgeschichten, ihren bäuerlichen Alltag und das „Bauernsterben“ interessieren. Vor allem jene, die den Betrieb aufgegeben haben oder ans Aufhören denken, sind kaum für ein Gespräch zu gewinnen und wollen nicht vor die Kamera treten. Doch die, die sich dann zeigen, sind interessante, beeindruckende Menschen.

Menschen & Mächte
Bauernleben - Bauernsterben

ORF

Lesachtal, bei Familie Unterweger schauts gut aus.

Familie Ainetter führt einen kleinen Bergbauernhof im Kärntner Lesachtal. Die Familie besteht aus dem alleinstehenden Sohn, Mitte 30, und seiner Mutter. Die Ainetters leben von Förderungen und sind zu Landschaftspflegern geworden. Ein paar Gäste, Urlauber am Bauernhof, ermöglichen ihnen ein Leben fernab der Massentierhaltung.

Johannes Lugger, ebenfalls in Maria Luggau im Lesachtal daheim, hat bezüglich Hofnachfolger mehr Glück. Obwohl der Vater den Betrieb stets eher traditionell geführt hat, übernimmt sein jüngster Sohn den Hof. Das Feld hat er noch mit dem Handpflug bestellt und mit einer Kuh geeggt.

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Bauernleben - Bauernsterben

ORF

Lesachtal, Bergbauer Johann Lugger mit Handpflug.

Johann Konrad hat einen ganz anderen Weg eingeschlagen. Er ist vom Wachstum überzeugt. Mit 15 Kühen hat er begonnen - heute sind es weit mehr als 300. Der Milchpreisverfall im vorigen Jahr hat ihm und seiner Familie etliche schlaflose Nächte bereitet. Obwohl drei Melkroboter jahraus, jahrein rund um die Uhr laufen.

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Bauernleben - Bauernsterben

ORF

Milchbauer Johann Konrad schaut wo seine Milch hinkommt.

Im Waldviertel wurde manche Ortschaft schon in den 1970er Jahren als sterbendes Dorf bezeichnet. Wenn man heute Nachschau hält, stößt man aber auch auf Biobauern, die mit Erdäpfeln ein kleines Wirtschaftswunder vollbracht haben.

Dass die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe dennoch jährlich abnimmt, hat vielerlei Gründe. Oft sind sie primär wirtschaftlicher Natur, da Mangel an Hofnachfolgern herrscht und Frauen, die sich immer seltener für ein Leben am Hof interessieren.

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Bauernleben - Bauernsterben

ORF

Kein Hofnachfolger - das bedeutet oft das Ende.

Jeden Tag in der Früh in den Stall, dann zum eigentlichen Beruf und am Abend wieder in den Stall - dieses Lebensmodell hat stark an Anziehungskraft verloren. Und auch das Sozialprestige wandelte sich im Laufe der Jahrzehnte. Früher waren sie angesehen im ganzen Dorf - stolze, selbstbewusste Bauern. Doch dieses Image hat sich merklich geändert.

2016 hat sich Filmemacher Peter Liska bei Österreichs Schweinebauern umgesehen, um den Werdegang des Schnitzels zu dokumentieren. Diesmal hat er sich auf andere Landwirtschaftsbetriebe konzentriert.

Peter Liska hat mit seinem Team auch in Ortschaften gedreht, die schon lange als sterbende Dörfer gelten, und fokussiert den Blick auch auf jene, die versuchen, ihren eigenen Weg zu finden.

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Bauernleben - Bauernsterben

ORF

Bio-Erdäpfelwunder im Waldviertel.

Dokumentation, 2017


Weitere Sendungen dieser Reihe:

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