Aus dem Rahmen: Das neue Dom Museum Wien

„Wenn die Kirche sich wieder mit der zeitgenössischen Kunst einläßt, kommt die Charismatik in der Kirche hoch“. 40 Jahre nach diesem Aufruf Otto Maurers kam ihm die Erzdiözese Wien 2012 nach: Das Dom- und Diözesanmuseum wurde geschlossen und die inhaltliche Neuausrichtung und ein Umbau beschlossen.

Aus dem Rahmen: Das neue Dom Museum Wien

Museumsmagazin, 2018

Dienstag, 27.3.2018, 20.15 Uhr

Fünf Jahre wurde umgebaut, seit Herbst 2017 präsentiert sich das Wiener Dom Museum am Stephansplatz im neuen Gewand. Moderator Karl Hohenlohe besucht die thematisch neu ausgerichtete Schausammlung.

Das Dom Museum Wien ist Österreichs wichtigstes Museum für historische Sakralkunst und zeigt darüber hinaus Schlüsselwerke der Moderne, der Nachkriegsavantgarde und der zeitgenössischen Kunst. Im Herzen Wiens direkt neben dem Stephansdom gelegen, bietet das Museum auch wechselnde Ausstellungen zu sozialen, interkulturellen und interreligiösen Fragestellungen, die gleichzeitig auch elementare Themen des christlichen Glaubens sind. Das Dom Museum Wien ist eine Einrichtung der Erzdiözese Wien.

Das Museum beherbergt einige der kostbarsten sakralen und historischen Objekte der Welt, darunter auch die mittelalterlichen Schätze des Wiener Stephansdoms: einzigartige Objekte, die im Zusammenhang mit dem Habsburger Herzog Rudolf IV. „dem Stifter“ (1339–1365) stehen. Im 14. Jahrhundert legte er den Grundstein für den gotischen Neubau des Stephansdoms und gilt allgemein als Vater der imperialen Habsburg-Hauptstadt.

Highlights der Ausstellung sind das Bildnis Rudolfs, das als ältestes Dreiviertelansicht-Porträt des Abendlandes gilt, sowie sein goldseidenes Grabtuch. Darüber hinaus zeigt das Dom Museum Wien außergewöhnliche Skulpturen, wertvolle Altäre, kunstvolle mit Gold und Edelsteinen verzierte Objekte wie Monstranzen und Kelche, Gemälde, kostbare Handschriften sowie prunkvolle Gewänder von der Gotik bis zum Jugendstil.

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Das neue Dommuseum

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Johanna Schwanberg führt Karl Hohenlohe in den einzigen Raum des Dommuseums Wien, der wieder in seine Originalzustand versetzt wurde: die ehemalige Domprobstkapelle.

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Karl Hohenlohe, Reinhard Gruber

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Karl Hohenlohe, Elisabeth Krebs

Mit der legendären Sammlung Otto Mauer verfügt das Dom Museum Wien auch über eine umfangreiche Sammlung der Moderne und der Avantgarde - von Expressionisten und Secessionisten bis hin zur österreichischen und internationalen Nachkriegsavantgarde. Monsignore Otto Mauer (1907-1973) war eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Österreichischen Nachkriegskunst. Selbst begeisterter Sammler, war ihm daran gelegen, die österreichische Kunstszene nach dem Zweiten Weltkrieg wieder an das internationale Geschehen heranzuführen und Österreich auf diese Weise in der Welt zu verankern. Sein Augenmerk lag dabei auch stets auf dem Dialog zwischen Kunst und Kirche. 1954 gründete er die Galerie St. Stephan, wo er zeitgenössische Kunst förderte und vorantrieb. Sein Interesse galt vor allem der Informellen Malerei und damit den vier jungen Malern Wolfgang Hollegha, Josef Mikl (1929-2008), Markus Prachensky (1932-2011) und Arnulf Rainer, die sich 1956 zur Malergruppe St. Stephan zusammenschlossen.

Die Sammlung wird laufend erweitert und umfasst auch zeitgenössische Positionen.

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Karl Hohenlohe, Johanna Schwanberg

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Karl Hohenlohe

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Stephansdom

Moderator: Karl Hohenlohe
Museumsmagazin, 2018


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