Sicher Bergwandern

Im heißen Sommer in die kühlen Wälder und auf die Almhütten flüchten, wo die Nächte noch kühl sind. Das nutzen viele Österreicherinnen und Österreicher gerne in Verbindung mit einer Bergwanderung. Doch nicht jede Route ist für Jedermann geeignet und auch weitere Gefahren birgt der Berg.

Das Wandern im alpinen Umfeld ist, so zeigt es die Statistik, mit viel Risiko verbunden. In den österreichischen Bergen verunglücken in jeder Saison an die 120 Personen tödlich. Die häufigsten Unfallursachen sind laut Kuratorium für Alpine Sicherheit meist Unachtsamkeit und Selbstüberschätzung. Jeder zweite Verunglückte stolpert, stürzt oder gleitet aus. Regelmäßig werden die 12.500 Bergretter alarmiert, um Verirrte zu suchen und Kletterer und Tourengeher aus ihrer Not zu befreien. Auch Herz-Kreislauf-Störungen bringen Wanderer in Gefahr.

Wanderschuhe

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Nur wer fit, trittsicher und schwindelfrei ist, sollte sich anspruchsvollere Wanderungen zutrauen. Doch die jährlich 7000 Einsätze beweisen, dass die Gefahren in den Bergen immer wieder unterschätzt werden. Der Bergretter Peter Scheikl erklärt in der Sendung, was die häufigsten Fehler beim Bergwandern sind, wie man die geeignete Route findet und wie man gefährlichen Situationen vorbeugen kann.

Mit Expertenwissen sicher am Berg

Drei Faktoren seien nach Peter Scheikl wichtig für eine sichere Bergwanderung. Die eigene Fitness, die Ausrüstung und die Wetterlage. Zwei dieser drei Faktoren könne man selbst beeinflussen und so für eine sichere Wanderung sorgen. Bei der Planung der Route und während der Wanderung müsse man die eigene Fitness berücksichtigen und richtig einschätzen. Der Weg zurück, vom Berg hinunter, werde oftmals kräftemäßig nicht eingeplant. So komme es beim Abstieg zu den meisten Unfällen. Mobile Wetterdaten aber auch der regelmäßige Blick in den Himmel, um die aktuelle Wetterlage und -entwicklung einzuschätzen, sorgen für sichere Wetterbedingungen. Als Ausrüstung sei warme Kleidung, die aus mehreren Lagen bestehe, wichtig. Gutes Schuhwerk sei am Berg verpflichtend, genauso wird geraten Handschuhe und eine Haube bei sich zu tragen, da das labile Wetter leicht umschwenken kann. Wenn man das Smartphone bei sich trage, könne man im Notfall seinen genauen Standort mit den Koordination an Rettungskräfte senden.

Der „Guten Morgen Österreich“-Experte

  • Peter Scheikl, Bergretter