Schutz vor Wespen und Co.

Die schwarz-gelbe Farbe der Wespe versetzt so manche in Alarmbereitschaft. Besonders bei Allergikern nicht unbegründet, denn ein Stich kann lebensgefährlich für sie werden. Wie man Wespen am besten vermeidet und den richtigen Umgang mit ihnen, verrät der Experte.

Sie begleiten uns durch den Sommer und sind Stammgäste am Mittagstisch im Freien. Wespen sind in der heißen Jahreszeit aktiv und für Menschen meist lästig, wenn sie zustechen sogar gefährlich. Denn in Österreich reagieren 300.000 Menschen allergisch auf das Gift von Wespen, Bienen und Hornissen. Erste Anzeichen für eine Allergie sind Unwohlsein, Fieber oder Erbrechen. Die Allergie macht sich später durch Symptome wie Juckreiz, Atembeschwerden oder Schwindel bemerkbar. Der Stich kann im schlimmsten Fall in einem anaphylaktischen Schock enden, wodurch das gesamte Herz-Kreislauf-System und die Atmung beeinträchtigt wird. Diese Situation ist für Allergiker lebensgefährlich, hier ist rasch Hilfe unter dem Notruf 144 anzufordern. Meist tragen Allergiker auch Notfallmedikamente bei sich, die es dann einzunehmen gilt.

Wespennest

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Wespennester umsiedeln

Bis zu 3.000 Wespen bevölkern ein Wespennest. Laut Experten sollte man davon mehrere Meter Abstand halten. Kommt es doch zu einem Stich, so können Nicht-Allergiker diesen mit einem kalten Umschlag kühlen, um die Schwellung zu lindern. Davor muss der Stachel mit einer Pinzette entfernt werden. Trotz der Gefahr für Allergiker sind Wespen und Bienen für den ökologischen Kreislauf sehr nützlich. Daher wird bei Wespennestern eine Umsiedelung aus dem Siedlungsbereich empfohlen, die jedoch einiges an Know-How benötigt. Daher gilt es hier einen Fachmann ans Werk zu lassen. Wie man ein friedliches Zusammenleben mit Wespen gestaltet, was es braucht, um Nester umzusiedeln und hilfreiche Tipps gegen Stiche hält der Schädlingsbekämpfer Roland Knoll in der Sendung bereit.

Tipps gegen Wespen

Um die lästigen Wespen loszuwerden gibt es einige Tricks, die man sich merken sollte. So könne man beim Essen ein Stück von diesem opfern und es auf die Seite legen, um die Wespen vom eigenen Teller abzulenken. Aber auch ein paar Tropfen Lavendel können helfen, denn diesen mögen Wespen gar nicht. Das Herumfuchteln sollte vermieden werden, da sie dadurch Angst bekommen und noch aggressiver werden, so Ronald Knoll. Wer ein Wespennest entdeckt, sollte ab einer Größe eines Handballs den Profi rufen und nicht selber versuchen das Nest zu entfernen. Eine einfache Art Wespen vom eigenen Zuhause wegzuhalten sind falsche Nester. Diese kann man selber basteln oder im Baumarkt kaufen. Denn das signalisiert den Wespen, dass sich hier schon andere Artgenossen eingenistet und das Revier markiert haben.

Der „Guten Morgen Österreich“-Experte

  • Ronald Knoll, Schädlingsbekämpfer

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