Bildhauer Heinrich Eder bei der Arbeit

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Bildhauer mit Karrierestart in Michaelbeuern

In der Gemeinde Dorfbeuern, Ortsteil Michaelbeuern, sind außergewöhnliche Skulpturen zu sehen. Geschaffen hat sie Heinrich Eder, ein Bildhauer aus dem Ort, der seine Kunst nicht nur zwischen Tradition und Moderne lebt - sondern auch zwischen Salzburg und Hamburg pendelt.

Über Kunst spricht man nicht - man macht sie: Das ist das Credo von Heinrich Eder, ein waschechter Michaelbeurer. Sein zeichnerisches Talent entdeckte der heute 50-Jährige bereits in Kindertagen: „Zeichnen war für mich schon als Kind ein großes Thema. Ich habe beim Religionsunterricht immer schon die religiösen Themen illustriert - und das haben die Lehrer gesehen. Das war der Ausgangspunkt, dass die alle gesagt haben: Der muss einmal etwas Künstlerisches machen.“

Bildhauer Heinrich Eder

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Heinrich Eder entdeckte schon als Kind die Liebe zur Kunst

Brunnen als erste Werke

Eders Talent wurde gefördert, er studierte Bildhauerei und bedankte sich 1989 mit seinen ersten Werken. Es sind Brunnen für die Gemeinde. Vor allem die Kombination aus Stein und Wasser hat es ihm angetan: „Das kommt mit Sicherheit aus meiner Kindheit“, sagt Eder. „Ich habe mich immer schon wohlgefühlt, am Wasser zu spielen. Ich habe mir das Schwimmen selber beigebracht. Faszinierend sind die Formen, die entstehen - die Verwirbelung, die ich dann wieder in meine Kunst einbaue.“

Anfang der 1990er-Jahre übersiedelte Heinrich Eder, der Kunst zuliebe, nach Hamburg. Als freischaffender Bildhauer und Maler genießt er jedoch immer wieder Arbeitsaufenthalte daheim. Die Werkstatt eines Freundes dient ihm dann, ganz unkompliziert, als Atelier. Hier kann er dem künstlerischen Geist freien Lauf lassen. Es entstehen ganze Skulpuren-Serien: „Es geht um Persönlichkeit, die im Lauf der Jahrzehnte ganz wichtige Meilensteile gesetzt haben.“

Brunnenskulptur von Heinrich Eder

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Die Brunnen für Michaelbeuern sind Frühwerke von Heinrich Eder

Fülle an Skulpturen in ganz Europa

Im Lauf der Jahre schuf Heinrich Eder eine Fülle an Werken, die quer durch ganz Europa zu sehen sind. Seine jüngsten sakralen Werke stellt er übrigens im Stift in Michaelbeuern aus. Und auch hier wird klar: Die Liebe liegt im Detail.