Sicheres Heimwerken

Im Haus oder in der Wohnung ist doch immer wieder was zu tun: eine Reparatur, eine Lampe austauschen oder ein Kabel verlegen. Mehr als 80 Prozent der Österreicher führen zumindest hin und wieder handwerkliche Tätigkeiten aus, und leider passiert in manchen Fällen auch mal was. Beim Heimwerken haben sich im Vorjahr 14.200 Menschen verletzt, zum Teil auch sehr schwer.

Wer braucht schon einen Handwerker, wenn man eh alles selbst machen kann. So dürften viele Österreicher denken, denn jeder zweite Österreicher glaubt tatsächlich, dass er ein Naturtalent beim Heimwerken ist. Schade nur, dass die nackten Zahlen hier anderes nahe legen: 2016 haben sich in Österreich im Schnitt rund 40 Menschen täglich beim Heimwerken teils schwer verletzt. Wo liegen die größten Gefahren, und wie minimiere ich das Risiko?

Werkzeug

Gina Sanders / Fotolia.com

Männer besonders gefährdet

Geht es nach der persönlichen Einschätzung, glauben besonders die Männer in Österreich Naturtalente beim Heimwerken zu sein. Ganz ohne Verletzungen geht das aber nicht ab. Besonders gefährdet beim Heimwerken sind Finger und Hände. Das bestätigen auch die Unfalldaten des Kuratoriums für Verkehrssicherheit. Ein falscher Schlag mit dem Hammer und schon ist es passiert. Aber nicht der Hammer ist der häufigste Unfallauslöser, sondern die Leiter. Sie gilt als große Gefahrenquelle. Wo überschätzen sich die meisten Heimwerkerinnen und Heimwerker und wie kann man das Risiko minimieren? Was sind die häufigsten Gefahrenquellen und welche wichtigen Sicherheitsregeln gibt es? Sabine Kaulich vom Kuratorium für Verkehrssicherheit gibt in der Sendung nützliche Tipps für das unfallfreie Heimwerken.

KFV-Sicherheitstipps fürs Heimwerken:

• Hobbyhandwerker sollten sich an Handwerks-Profis orientieren und sich von Profis beraten lassen.
• Sich nicht überfordern - bei anstrengenden Arbeiten öfter Pausen machen.
• Unbequeme Arbeitspositionen vermeiden.
• Immer auf angemessenen Arbeitsschutz achten.
• Schutzbrille, Atemschutz, Gehörschutz, Schutzhandschuhe tragen.
• Bestehende Schutzeinrichtungen bei Geräten niemals abmontieren.
• Nie unter Zeitdruck arbeiten.
• Auf qualitativ hochwertiges Werkzeug achten.
• Ringe und anderen Schmuck ablegen, lange Haare zusammenbinden.
• Keine weite Kleidung tragen.

Die „Guten Morgen Österreich“-Expertin