Brennessel-Spinat am Gründonnerstag

Am Gründonnerstag isst man traditionellerweise vor allem eines: Spinat. Natürlich haben wir auch in unserem Rezept darauf geachtet, dass etwas Grünes auf den Teller kommt. Allerdings ist es bei uns ein ganz spezieller Spinat: Hergestellt aus Brennesseln.

Die Oma des Hauses scheut keine Blasen an den Händen, sie hat frische Brennessel gesammelt. Alles für die - ganz in den Kurort passend - gesunde Küche natürlich. Es gibt: Brennessel-Spinat. „Die Brennessel ist eine Heilfpflanze, man sagt ihr nach, dass sie eine blutdrucksenkende Wirkung hat“, erklärt Eigentümer des Vitalzeit Hotels Weber in Bad Schönau, Alfred Weber.

Schulterscherzel mit Brennesselspinat

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Schulterscherzel mit Wurzelgemüse, Erdäpfelstroh und dem tiefgrünen Brennessel-Spinat.

Das Gründonnerstags-Menü besteht außerdem aus einem Schulterscherzel, Röstkartoffel und Erdäpfelstroh. Weil es am längsten kochen muss, beginnt man am besten mit dem Fleisch. „Wir brauchen ein Schulterscherzel, das ist vom Rind. Das Fleisch hat in der Mitte eine schöne Fettmarmorierung, daran kann man es erkennen. Wichtig ist, den Fleischhauer des Vertrauens zu fragen, ob das Fleisch gut abgelegen ist, sonst hat man eher eine Schuhsohle und das wollen wir nicht“, so Weber.

Zutaten Fleisch

  • Schulterscherzel vom Rind
  • Suppengemüse
  • Pfefferkörner
  • Lorbeerblätter
  • Wacholderbeeren
  • Senfsaat
  • Salz

Zubereitung für das Fleisch

Wasser in einem großen Kochtopf zum Kochen bringen und mit Suppengemüse, Lorbeerblättern, Pfefferkörnern, Wacholderbeeren, Senfsaat und Salz würzen. Das Fleisch als ganzes Stück in den Topf geben und kochen lassen. Pro Kilogramm Fleisch rechnet man etwa eine Stunde Kochzeit.

Schulterscherzel mit Brennesselspinat

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Die Brennessel zuerst in Salzwasser kochen und sofort danach im Eiswasser abschrecken. So erhält sie die schöne grüne Farbe und verliert ihre Stechwirkung.

Zutaten Brennessel-Spinat

  • Frische Brennessel
  • Butter
  • Milch
  • Mehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • Knoblauch

Zubereitung Brennessel-Spinat

Die frisch gepflückte Brennessel wird ganz kurz in heißem Salzwasser gekocht und anschließend in Eiswasser abgeschreckt. „Das ist wichtig, um die schöne, tiefgrüne Farbe zu behalten“, so Alfred Weber. Danach die Brennessel ganz fein mixen. Das Ganze mischt man unter eine Béchamelsoße bestehend aus: Butter, Mehl, Milch, Salz, Pfeffer, Muskat und reichlich Knoblauch. Keine Sorge - die Brennessel verliert durch das Kochen ihre Stechwirkung.

Schulterscherzel mit Brennesselspinat

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Am Gründonnerstag darf es ruhig noch ein Stück Fleisch sein, bevor viele Gläubige am Karfreitag darauf verzichten.

Zubereitung Erdäfpelstroh und Röstkartoffel

Zum Schluss bereiten wir das Erdäpfelstroh zu. Die rohen Erdäpfel werden in Scheiben geschnitten und in Wasser eingelegt. „Damit die Stärke rauskommt, so wird das Stroh beim Frittieren knuspriger.“

Die Erdäpfel in feine Stifte schneiden und in Sonnenblumenöl frittieren. Aus den Erdäpfelscheiben mit dem Zwiebel noch Röstkartoffel zubereiten. „Den Zwiebel vorher anrösten, das ist wichtig, dann vom Pfandl raus, dann Erdäpfel anrösten, dann am Schluss erst den Zwiebel wieder dazu, damit er nicht verbrennt.“ Beim Servieren auf jede Tranche Fleisch noch ein wenig Rindssuppe träufeln: „Für den Glanz und dass sich das Fleisch richtig ansaugt.“ Fertig ist ein farbenfrohes Gründonnerstagsmenü.