Schlafprobleme in Zahlen

Sich ins Land der Träume begeben und schlafen wie ein Baby - für viele Österreicher leider keine Selbstverständlichkeit: Bis zu 25 Prozent der österreichischen Bevölkerung leiden an Einschlaf- oder Durchschlaf-Problemen. Auch Schlafwandeln und häufige Alpträume bringen Viele um die wohlverdiente Ruhe. Experte Manuel Schabus weiß, wie man Schlafstörungen entgegenwirken kann.

Schlaf ist lebensnotwendig: Während man träumt wird die innere Welt verarbeitet und Erlebtes gespeichert. Zudem wird die Gedächtnisleistung angekurbelt und das Immunsystem gestärkt. Nächte die wir durchmachen fehlen uns. Selbst wenn wir versuchen, versäumten Schlaf nachzuholen, es bleibt ein ,,Malus’’ im Gehirn.

Junge Frau mit Schlafproblemen

Sven Vietense/Fotolia.com

Ein Mittagsschlaf hingegen kann helfen, lange Nächte konzentriert durchzustehen. Durchschnittlich braucht jeder Mensch 7 bis 8 Stunden Schlaf. Selbst Kurzschläfer, die jahrelang nur 4-6 Stunden schlafen, verfallen unter Laborbedingungen nach kürzester Zeit in einen längeren Schlafrhythmus. Übrigens: das Phänomen Frühjahrsmüdigkeit hat mit zu wenig Schlaf nichts zu tun: länger liegen bleiben ist zwar gemütlich, macht uns aber nicht automatisch frühlingsfit. Schlafforscher Manuel Schabus erklärt Ihnen, was man tun kann, wenn die Nachtruhe gestört ist.

Der „Guten Morgen Österreich“ Experte

  • Manuel Schabus, Schlafforscher

Die Tipps des Experten:

  • Frühjahrsmüdigkeit ist kein wissenschaftlicher Begriff, in einigen Kulturen gibt es zum Beispiel keine Frühjahrsmüdigkeit
  • Jeder vierte Österreicher leidet an chronischen Schlafproblemen und nur jeder 20. geht deswegen zum Arzt
  • Wenn dreimal pro Woche schlecht geschlafen wird, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden
  • Erwachsene sollten zwischen sieben und acht Stunden schlafen
  • Ein regelmäßiger Schlafrhythmus ist wichtig für ein gesundes Leben, wenn Licht vermieden wird, kann die Schlafqualität gesteigert werden
  • Schlaftabletten betrachtet der Experte als kritisch, da sie den Schlaf nicht normalisieren
  • Schlafen macht klug und steigert die Gedächtnisleistung, daher sollte beim Schlaf nicht gespart werden
  • Mythos: Schlaf vor Mitternacht ist wichtig! – Nein, es kommt nicht auf den Zeitpunkt, sondern auf die Länge des Schlafes an.
  • Mythos: Man kann nicht „vorschlafen“ oder „nachschlafen“! – Doch, wenn man weiß, dass man eine Nachtschicht vor sich hat, kann man vorschlafen – und ein Mittagsschlaf danach hilft auch
  • Schlafapps sind nicht aussagekräftigt, da diese auf Bewegungen reagieren und somit das Schlafverhalten verfälschen