Albrecht Dürers "Feldhase"

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Die Heimat des Hasen

Der berühmte Feldhase von Albrecht Dürer ist in der Albertina zu Hause und ein gut gehüteter Schatz. Das Kunstmuseum in der Wiener Innenstadt beherbergt eine der bedeutendsten grafischen Sammlungen der Welt. In den vergangenen Jahrzehnten wurde die Albertina umfassend erweitert und modernisiert.

In Wiens Museumslandschaft ist die Albertina eine fixe Größe. Mehr als 700.000 Besucherinnen und Besucher zählte man im vergangenen Jahr. Ihr Wahrzeichen seit dem Jahr 2004: das 64 Meter lange Titan-Flugdach des österreichischen Architekten Hans Hollein, das den Eingang auf der Bastei markiert.

64 Meter lang: Das Titan-Flugdach des österreichischen Architekten Hans Hollein

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Die Grafische Sammlung

Die Sammlung der Albertina geht auf Herzog Albert von Sachsen-Teschen (1738-1822) zurück, ein Schwiegersohn von Kaiserin Maria Theresia. Er ist auch der Namensgeber der Albertina. Herzog Albert sammelte systematisch grafische Blätter und Zeichnungen, angelegt als Zusammenschau über die Kunstentwicklung ab dem Spätmittelalter. Als der Sammlungsgründer 1822 starb, umfasste die Sammlung rund 214.000 Werke. Mittlerweile ist sie auf fast eine Million Kunstwerke aus sechs Jahrhunderten angewachsen.

Unschätzbarer Wert

Grafiken sind besonders empfindliche Kunstwerke. Sie dürfen nur rund zwölf Wochen ausgestellt werden und müssen dann mehrere Jahre im Depot ruhen. Ein Schicksal, das auch den berühmten Hasen von Albrecht Dürer trifft – und Kunstfreunde, die ihn gerne öfter sehen würden. Zuletzt war Dürers Hase im vergangenen Jahr ausgestellt, das nächste Mal wird er voraussichtlich im Jahr 2019 ans Licht geholt. In der Restaurierwerkstätte der Albertina kümmern sich acht Restauratorinnen und Restauratoren um den Erhalt der Sammlung. Große Teile der Bestände sind in eigens dafür entwickelten Kassetten deponiert.

Die Ausstellungsstücke müssen mit höchster Vorsicht behandelt werden

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Die moderne Seite der Albertina

Mit der Sammlung Batliner besitzt die Albertina eine der bedeutendsten und größten Privatsammlungen Europas der Malerei der Klassischen Moderne. Sie wurde der Albertina im Jahr 2007 überlassen und ist seither ständig ausgestellt. Die Schausammlung besteht aus rund 500 Werken, vom französischen Impressionismus bis in die jüngste Vergangenheit.

Darunter befinden sich zahlreiche Werke von Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir, Edgar Degas, Paul Cézanne, Henri de Toulouse-Lautrec, Wassily Kandinsky, Marc Chagall und Joan Miró. Ein Schwerpunkt der Sammlung liegt auf Werken von Pablo Picasso. 40 Arbeiten des Künstlers illustrieren dessen Schaffen. Ausstellungen moderner Kunst runden das Bild eines modernen Kunstmuseums ab.

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