Arbeitnehmerveranlagung

Der Lohnsteuerausgleich ist seit heuer neu geregelt. Wenn nur die Pauschalbeträge in Anspruch genommen werden, muss kein Antrag mehr gestellt werden. Im Klartext heißt das, Standardfälle werden von den Finanzämtern automatisch abgewickelt.

Die Finanzämter starten die „Antragslose Arbeitnehmerveranlagung“ für 2016 dann automatisch, wenn bis Ende Juni kein Antrag auf Lohnsteuerausgleich vorliegt und wenn mit einer Steuergutschrift zu rechnen ist. Pensionisten und Niedrigverdiener erhalten mit dem neuen System auch die so genannte Negativsteuer automatisch ausgezahlt. Wer so wenig verdient, dass er zwar Sozialversicherung, aber keine Lohnsteuer zahlt, erhält bis zu 400 Euro Sozialversicherung zurückerstattet. Für Pensionisten sind es 110 Euro. Mindestpensionisten erhalten die Negativsteuer allerdings nicht.

Formular für Arbeitnehmerveranlagung

ORF.at/Dominique Hammer

Wer zusätzliche Ausgaben absetzen möchte, muss aber weiterhin einen Antrag stellen. Dasselbe gilt, wenn zusätzlich zu Einkommen oder Pension noch andere Einkünfte vorliegen. Laut Finanzministerium gehen ab Juli Informationsschreiben an jene Personen, die für den automatischen Lohnsteuerausgleich infrage kommen. Schätzungen zufolge werden das etwa eine Million Steuerpflichtige sein, die dann ab der zweiten Jahreshälfte insgesamt 200 Millionen Euro vom Fiskus zurück erhalten. Wer profitiert denn am meisten von der neuen Regelung? Und gibt es Korrekturmöglichkeiten, wenn die Gutschrift zu niedrig erscheint? Jutta Mocuba und Thomas Birgfellner befragen im Studio zwei Experten, die alles rund um die Arbeitnehmerveranlagung erklären.

Die „Guten Morgen Österreich“-Experten

  • Christoph Mandlier, Steuerberater
  • Gerhard Pilz, Steuerberater