CYBERKRIMINALIT√ĄT

Diebe brechen in ein Wohnhaus ein, Bankräuber überfallen Geldinstitute, riskieren Verhaftungen am Tatort oder Verfolgungsjagden durch die Polizei. Cyberkriminelle hingegen leben recht ungefährlich, denn Betrügereien im Netz aber auch Erpressung oder Spionage können gemütlich im Wohnzimmer durchgeführt werden. Die Anonymität der virtuellen Welt kommt diesen Delikten enorm entgegen. Nicht umsonst sind die Hackerattacken in den letzten Jahren um bis zu 400% gestiegen!
Seit zwei Jahren grassiert in Österreich beispielsweise das sogenannte „Polizeivirus“. Dabei wird der Computer gehackt und die Angreifer verlangen 100 Euro, um den PC zu entsperren. Täglich gehen an die acht Anzeigen in Sachen „Polizeivirus“ beim Bundeskriminalamt ein. Nicht nur der Computer bietet eine Angriffsfläche für Cyberkriminelle, in letzter Zeit werden auch Besitzer von Smartphones attackiert. So ist es relativ einfach Handys mit Viren oder Trojanern zu infizieren.
Exklusiv berichtet Newton Redakteurin und IT- Spezialistin Bibiane Presenhuber über „Andrubis“. Ein an der Technischen Universität Wien entwickeltes Programm mit dem sämtliche Apps am Handy auf Viren überprüft werden können. „Andrubis“ ist ab Anfang März kostenlos als App für Smartphones erhältlich. Ebenso exklusiv in dieser Sendung: Die Fachhochschule Hagenberg in Oberösterreich hat um lediglich 1500 Euro ein komplettes Mobilfunknetz gebaut. Damit können Telefongespräche und SMS-Verkehr abgehört werden. Bisher kostete ein Handynetz an die 200.000 Euro. Jetzt ist es möglich um wenig Geld zu wertvollen Informationen zu kommen, indem etwa Konkurrenten abgehört werden. Ein Newton über Cyberkriminalität, über Ursachen, Folgen und Präventionsmöglichkeiten.
Moderation: Matthias Euba
Eine Sendung von Bibiane Presenhuber