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ESEL IN MAURETANIEN

 
Esel gehören in Mauretanien zum Straßenbild. Sie werden als Arbeitstiere zum Ziehen von schweren Lasten eingesetzt. Allein in der Hauptstadt Noaukchott fristen schätzungsweise 100.000 Esel ihr qualvolles Dasein. Qualvoll deshalb, weil sie häufig von ihren Besitzern grausam misshandelt werden und ein Mehrfaches ihres Körpergewichts schleppen müssen. Die bedauernswerten Geschöpfe sind mit Narben und Wunden übersät, viele von ihnen leiden an Hufräude.
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Geschlagen wird immer und überall, manches mal sogar im feststeckenden Verkehr. Foto: RespekTiere
Verletzte Esel werden nach althergebrachter Methode einfach mit Altöl ‚behandelt’– damit will man verhindern, dass sich Fliegen in den Wunden einnisten. Solche ‚Hausmittel’ verwenden die Menschen, weil sie sich niemals einen Tierarzt leisten könnten.

Da die Eselhalter ihre Esel des Nacht frei laufen lassen, damit diese nach Nahrung suchen können, ritzen sie ihnen Muster in das Fleisch, um damit Diebstahl vorzubeugen. Meist infiziert sich das Ganze und hinterlässt schreckliche Wunden. Auch Ohren werden teilweise oder ganz abgeschnitten um Tiere zu markieren.

Der Salzburger Tierschutzverein RespekTiere hat diese Tiertragödie in Nordwestafrika aufgedeckt
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Unglaublichen Lasten, welche den Tieren aufgebürdet werden. Foto: RespekTiere
RespekTiere kämpft vor allem gegen Missstände im Umgang mit Nutztieren. Nach dem Aufbau einer mobilen Klinik, in der zwei Tierärzte täglich zu den Wasserstellen der Hauptstadt Nouakchott fahren, um dort die Lastenesel – völlig gratis für deren Besitzer – zu versorgen, konnte im letzten Sommer auch noch eine fixe Klinik eröffnet werden. Außerdem werden vor Ort Halfter für die Esel genäht, da viele Wunden vom Stock stammen mit dem die Esel gelenkt werden. Jetzt soll über die Halfter gelenkt werden.

Die Tierärzte der mobilen Klinik kontrollieren bei diesen Rundgängen nicht nur den Gesundheitszustand der Tiere. Sie sprechen auch mit den Eseltreibern über die Folgen schlechter Haltung und informieren sie über den richtigen Umgang mit ihren Eseln. Denn viele Missstände basieren nicht nur auf mangelndem Mitgefühl der Menschen, sondern auch auf Unwissenheit. Deshalb hat RespekTiere ein für Afrika einzigartiges Projekt zur Bewusstseinsbildung entwickelt
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Die Tiere müssen Karton essen. Sie ernähren sich aus der im Karton enthaltenen Zellulose. Foto: RespekTiere
Das Leid der Arbeitsesel in Mauretanien wird sich nicht von heute auf morgen verändern, das ist den Mitarbeitern der Organisation „RespekTiere“ klar. Letztendlich aber werden auch die Menschen davon profitieren, wenn sie ihren Eseln bessere Lebensumstände und damit eine höhere Lebenserwartung bieten. Denn die Esel bedeuten für viele Afrikaner die Lebensgrundlage, es ist also ein Miteinander von Mensch und Tier. Und diese Erkenntnis bauen die Tierschützer in ihre Projekte ein.
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Dieser Esel wurde zum Sterben zurück gelassen. Er konnte sich nicht mehr erheben. Foto: RespekTiere
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Tierärzte haben das Tier über zwei Tage hindurch mehrmals besucht und mit Präparaten versorgt, danach stand er dann plötzlich wieder auf und erholte sich zusehendes. Foto: RespekTiere
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Auch Pferde werden zum Lastenzeihen missbraucht. Da diese im Allgemeinen weniger robust sind als Esel, sind sie meist in noch schlechterem körperlichem Zustand. Dieses Tier hatte Glück es steht in einer Klinik zur Erholung. Foto: RespekTiere
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