Hitze-Frei: Das Strandbad

Eine kurze Geschichte über lange, heiße Tage am Wasser
Heimat bist du schöner Bäder: Egal ob am Flussufer oder am Seegestade, in Österreich herrscht an Bademöglichkeiten kein Mangel.

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Die Geschichte dieser Bäder ist auch ein Stück Sozial- und Kulturgeschichte. Sie erzählt vom Kampf der "unteren Stände" um Präsenz im öffentlichen Raum, vom Ringen um die Emanzipation der Frau, von den Erfolgen der Arbeiterbewegung im "Roten Wien" – und vom "Kulturkampf" der "Sittsamen" gegen die "Zuchtlosen".

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So durften die Männer bereits in den zwanziger Jahren mit ziemlich "heißen Höschen" ins Wasser springen, während Frauen sich noch lange danach "sittsam" zu kleiden hatten – also mit viel zu viel Textil.

Ironie der Geschichte: damals wurden Frauen missachtet, wenn sie "zu wenig" anhatten. Heute bekommen sie Probleme, wenn sie – Stichwort "Burkini" – "zu viel" anhaben.

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Der kulturMontag und Kurt Palm, Autor des Romans "Strandbadrevolution" über Liebeskummer, Langeweile, Rolling Stones und den Plan von der Revolution in den wilden 1970er-Jahren, baden in Erinnerungen.


TV-Beitrag: Wolfgang Beyer

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