Der Mann als Monster

Regieberserker Simon Stone inszeniert "Hotel Strindberg"
Für ihn muss Theater wie Film sein, sagt der Theatermann der Stunde und Liebling der Theatergötter.

(c) ORF

Jetzt inszeniert der vielgefeierte australische Ausnahmeregisseur und Dramatiker Simon Stone wieder in Wien. Im Akademietheater zeigt er "Hotel Strindberg", eine wilde Reise durch den Kosmos von August Strindberg.

Der schwedische Dramatiker, ein Frauenhasser, der oft dem Wahnsinn nahe war, von Obsessionen besessen und von Dämonen gejagt, inspirierte Simon Stone zu seinem neuen Projekt.

(c) Reinhard Werner/Burgtheater

Stone ist bekannt für seine radikalen Bearbeitungen klassischer Stoffe. "Ich stecke die Figuren eines Stückes in eine Zeitmaschine und lasse sie ihre Geschichte in unserer modernen Welt erleben, so Stone.

Auf diese Weise hat er sich vielen Werken genähert: Tschechows "Kirschgarten" oder "Drei Schwestern", Ibsens "John Gabriel Borkmann" oder Wedekinds "Frühlings Erwachen". Referenzen auf alte Stücke sind ihm wichtig, weil er gerne die Erwartungshaltung des Publikums bricht, zum Diskutieren anregen will.

Im Wiener Akademietheater spielen jetzt unter anderem Martin Wuttke, Caroline Peters und Franziska Hackl. Der kulturMontag hat eine Probe besucht und porträtiert den aufsehenerregenden Jungregisseur.

TV-Beitrag: Susanna Schwarzer

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