Preisgekrönt - vom Kuckucksnest bis Amadeus

In memoriam Miloš Forman Seine Filme waren stets mehr als bloße Filmbiografien. Auch vor kontroversen Stoffen schreckte er nicht zurück und führte immer wieder auch die Kehrseiten seiner Figuren vor.

(c) APA/epa/Filip Steiner

Als Kind wurde der 1932 im tschechischen Čáslav Geborene Zeuge, wie die Gestapo seine beiden Eltern verschleppte. Nach deren Ermordung im KZ wuchs Forman als Vollwaise auf.
Bereits in seiner Zeit im Internat begann er sich für Theater und Film zu begeistern.

Černý Petr (c) Filmové studio Barrandov/ Ustredni Pujcovna Filmu

An der Prager Filmakademie erlernte er sein Handwerk, 1964 feierte er mit "Der Schwarze Peter" ('Černý Petr') sein Debut als Spielfilmregisseur.

Als sowjetische Panzer 1968 dem Prager Frühling ein jähes Ende setzten, emigrierte Forman in die USA, wo er seine größten Erfolge feierte.

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Der Psychiatrie-Film "Einer flog über das Kuckucksnest" mit Jack Nicholson in der Hauptrolle wurde 1976 mit fünf Academy Awards ausgezeichnet, darunter auch für die beste Regie, und bescherte Miloš Forman den internationalen Durchbruch.

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"Amadeus" mit Tom Hulce und F. Murray Abraham war sogar noch erfolgreicher: Die Story um die Antagonisten W.A. Mozart und Antonio Salieri nach dem Theaterstück von Peter Shaffer brachte es 1985 gar auf acht Oscars, darunter den zweiten Regie-Oscar® für Miloš Forman.

Vergangene Woche ist Forman 86jährig in seiner zweiten Heimat in den USA gestorben.
Der kulturMontag bringt einen Nachruf.


TV-Beitrag: Christian Konrad

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