Selber-Macher: Der Trend für die Krise

"Wer bastelt mit?" anno 2013
Es wird wieder gestrickt, gehämmert, genäht und gekocht: DIY, das trendy Kürzel für "Do-it-yourself", hat sich zumindest in der Bobo-Gesellschaft breit gemacht.

(c) Hanser Verlag

Die Motive fürs Selbermachen sind vielfältig: Spaß, Not, Tugend, Ideologie. Zur neuen Häuslichkeit gehört im Jahr 2013 neben Stricknadel, Hammer und Kochtopf aber auch der Computer: Eigene Produkte am Computer entwerfen, diese dann einfach ausdrucken und so selbst zum Unternehmer werden. So sieht die nahe Zukunft für die "Makers" aus, zumindest wenn es nach dem amerikanischen Internet-Visionär Chris Anderson geht. Das passende Werkzeug dafür gibt es bereits: den 3D-Drucker.

Er soll das Verhältnis von Erfindern und Wirtschaft demokratisieren, jeder kann Designer und somit auch Unternehmer werden. Mit dem neuen Werkzeuge lassen sich kleinere Stückzahlen rentabel produzieren, der "Maker" als Gegenmodell zur Massenproduktion in Billiglohnländern, Chris Anderson sieht darin nichts Geringeres als eine neue industrielle Revolution.

Der kultur.montag über DIY – Öko-Bewusstsein, Kapitalismuskritik und/oder neue Häuslichkeit?


TV-Beitrag: Constanze Griessler, Franziska Mayr-Keber

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