Heute in Jerusalem

70 Jahre & kein Frieden
Auf hebräische bedeutet der Name "Ort des Friedens", auf arabisch "Die Heilige"- Yerushalayim oder Al-Quds.

(c) ORF

Jerusalem, die heilige Stadt im gelobten Land ist auch 70 Jahre nach der Gründung des Staates Israel Pulverfass, Zankapfel und politische Zündschnur, sehen doch sowohl das israelische wie das palästinensische Volk in Jerusalem ihre Hauptstadt.

Erst im vergangenen Dezember sorgte US-Präsident Donald Trump mit der Anerkennung als Hauptstadt Israels international für Diskussionen und er goss mit der Ankündigung, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, zusätzlich Öl ins Feuer. Denn exakt am Tag der Staatsgründung, am 14. Mai soll die diplomatische Vertretung öffnen. Für die arabische Staaten, insbesondere die palästinensische Regierung ein Affront, für die Hamas eine Provokation.

(c) Thomas COEX / AFP

Angesichts der aktuellen Ereignisse im Gazastreifen mit Massendemonstrationen, mehr als 2.800 Verletzten und 32 Toten ist der Frieden im Nah-Ost-Konflikt scheinbar in weite Ferne gerückt. Große Feierlichkeiten zur Staatsgründung gab es schon im Mai vor 70 Jahren nicht. Im Morgengrauen schlugen die ersten ägyptischen Bomben in Tel Aviv ein. Syrien, Jordanien, der Libanon und der Irak eröffneten den Krieg gegen den wenige Stunden alten Staat.

(c) Siedler

Zum 70 Jahr Jubiläum widmet der renommierte israelische Historiker Tom Segev David Ben Gurion nun eine umfassende Biografie. Der Gründer des Staates wollte um jeden Preis die Interessen Israels durchsetzen, nicht zuletzt auf Kosten der Palästinenser, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden.

Tom Segev, der palästinensische Philosoph und Autor Sari Nusseibeh, und der Schriftsteller David Grossmann blicken zurück in die Geschichte des konfliktreichen Landes und entwerfen Zukunftsszenarien für eine friedliche Lösung.

TV-Beitrag: Claudia Teissig

Weiterf├╝hrendes zum Thema: