Mode-Bewusstsein: Öko-Textilien und grüner Chic

Maßgeschneiderte Nachhaltigkeit & Statements gegen Sweatshops
Zwanzig Jahre hat es gedauert bis der Markt für Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft sein Nischendasein verloren hat.

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Nun rückt die Kleiderbranche nach. Zaghaft, aber immerhin hat "grüne Mode" nun auch das Luxussegment erreicht. Die italienische Traditionsmarke Zegna hat für die kommende Herbst/Wintersaison Kleidungsstücke aus Wolle und Kaschmir bis auf die Faser auseinandergenommen und daraus die neue Kollektion fabriziert.

Luxuriöse Öko-Mode gab es auf der Berliner Modemesse "Greenshowroom" zu entdecken. Darunter auch österreichische Labels wie "Zirbenschuh" und "Rudolf", die bei der Produktion auf traditionelle Techniken setzen.

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Auch "Slow fashion" ist im Kommen. Lisa Prantner, bekannt geworden durch ihr Label "Lisa D." feiert mit ihrer Zweit-Marke "Bis es mir vom Leibe fällt" großen Erfolg. Upcycling lautet das Motto. Eigene Kleidungsstücke kann man in ihrem Betrieb umändern lassen oder bereits fertige Entwürfe aus recycelter Mode kaufen.

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"Local is the new black" - Modedesigner, die in Österreich produzieren, gibt es im kürzlich eröffneten Online-Shop "Lieblingsbrand". Die Idee: Ökologische und fair produzierte Mode kann und soll man auch ums Eck kaufen können.

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Zum Beispiel die originelle Kindermode von "Mavienna". Bei der Stoffauswahl suchen die Designer nach Alternativen zur Baumwolle. Neben Hanf und, Brennnessel verwenden sie Leinen, ein Material, das in der Kindermode fast in Vergessenheit geraten ist. Und Tencel, eine Holz-Faser aus Österreich, von der man bald mehr hören wird.

TV-Beitrag: Nicola Eller

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