Viel aus wenig machen

Die Schweizer Literatin Noëmi Lerch mit ihrem neuen Buch "Grit"
Mit sparsamsten Mitteln entwirft Noëmi Lerch ganze Welten, mit knappen Skizzierungen konturenscharfe Bilder.

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Mit ihrem ersten Roman "Die Pürin" hat die Schweizer Schriftstellerin im deutschsprachigen Raum für Aufsehen gesorgt.
Jetzt ist ihr zweiter Roman erschienen: "Grit".
Knapp 100 Seiten "dick" ist er und in jeder Hinsicht außergewöhnlich.

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Im Zentrum des Romans steht Grit, die Mutter. Die immer wusste, was sie wollte und dennoch krank wurde. Und dann gibt es Wanda, die Tochter, die nicht wirklich weiß, was sie vom Leben will, sich dennoch – oder aber gerade deshalb – viel erwartet. Zwei Lebensläufe, zwei Generationen lässt Noëmi Lerch aufeinandertreffen. Sie sind einander fremd und dennoch tief verbunden. Noëmi Lerch schreibt über Emanzipation, Selbstachtung und ein Behaupten - sich selbst und auch den anderen gegenüber.

Der Zauber ihrer Sprache liegt in der Reduktion, das Geheimnis ihrer Texte in der ungeahnten Weite, die sie öffnen.

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Den Sommer über lebt die 1987 geborene Schriftstellerin als Sennerin in den Schweizer Alpen, im Winter schreibt sie an ihren Texten. Am liebsten in den frühen Morgenstunden - wenn der Tag noch nicht begonnen hat, die Nacht noch nicht zu Ende ist.

Der Kulturmontag hat sie auf der Greina Hochebene besucht und mit ihr auf knapp 2200 Meter über Identität, Träume und Freiheit gesprochen.

TV-Beitrag: Karoline Thaler

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